Der Wettkampf unter den Direktbanken wird härter. So stand nicht mehr die Zinserhöhung der ING DiBa Sparprodukte für z.B. Vermögenswirksame Leistungen im Mittelpunkt der heutigen Presseveröffentlichung, sondern die Tatsache, dass weitere Fonds ohne Ausgabeaufschlag bei der Bank zu erwerben seien.
Waren es bisher nur freie Fondsvermittler, die mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag die Kosten dauerhaft niedrig hielten, so scheint jetzt auch bei Onlinebrokern der Bann gebrochen. Statt Aktionsangeboten, die für 2 bis 4 Wochen auf einen bestimmten Fonds einen überdurchschnittlichen Rabatt versprachen geht es jetzt in die vollen. „Dauerhaft 100% Rabatt“ verspricht die ING DiBa demnach auf die Fonds Produkte cominvest European Emerging Market Equity P und Ökorenta AG New Energy Fund. Insgesamt können Kunden mittlerweile 229 Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag erwerben – was einer immer noch sehr überschaubaren Menge im direkten Vergleich mit Fondsvermittlern (ca. 7.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag) entspricht.
Die Kunden wird es freuen, die Konkurrenz vermutlich weniger. Schmalere Gewinnmargen und der immer größer werdende Hang der Kunden sich selbst zu beraten wird vermutlich den Internet- und Direktanbietern im Finanzsektor weiteren Auftrieb verleihen. Eine wirksame Strategie entgegen dieser Entwicklung ist von keinem der großen Anbieter aus dem Sparkassen- oder Genossenschafts-Sektor zu erkennen.
Lediglich die Commerzbank lässt eine klare Ausrichtung erahnen. Für Fonds Discount steht mit Ebase ein günstiges Angebot zur Auswahl, mit der bereits erwachsen gewordenen, ehemaligen Tochter, comdirect bank eine im Markt etablierte Onlinebank. Das eigene Angebot als Filial- und Beratungsbank wird dabei fast zum Nebenaspekt.

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