Es ist nicht grade Glück was der gemeine Autofahrer bei seinem Tankstellen Stopp angesichts des Benzinpreises empfindet. Ein wenig Erleichterung ist dem einen oder anderen Fahrzeuglenker aber durchaus anzusehen, was nicht an einem Zwischenstopp auf dem stillen Örtchen, sondern vielmehr den deutlich gesunkenen Preisen für Treibstoff liegen mag.
Zeiten von 1,40 Euro je Liter Super Kraftstoff scheinen ferne Vergangenheit. Seit Wochen schon haben sich die Preise für Kraftstoffe aller Art nicht gegen den leisen aber stetigen Verfall gestemmt. Trotz Ende der Ferien, trotz baldigem Beginn des Winters und somit steigender Nachfrage nach Rohöl. Selbst die amerikanische Hurrikan Saison eigentlich immer für ein mittelschweres Ausfallen durch Sturmschäden zu haben, hat bisher nicht zu alter Stärke (glücklicherweise) zurückfinden können.
Oder ist es vielleicht gar nicht die Nachfrage, die gefallen ist? Weicht vielleicht einfach nur die Spekulationsblase, die sich um das Barrel Öl herum gebildet hatte und wir Autofahrer können auch im Winter mit moderaten, weiter leicht fallenden Treibstoffpreisen rechnen?
Die ersten Analysten geben schon eine Untergrenze von bis zu 30 Dollar je Barrel aus. Aktueller Schlusskurs 25.9.06 an der Börse in New York: 60 Dollar. Was immer noch einen deutlich Abstand zum Höchstpreis von 78 Dollar je Barrel darstellt.
Alles falscher Zauber? Die Ruhe im Nahen Osten lässt die Preise fallen? Neue Kapazitäten sind nahezu fertig erschlossen, das zusätzliche Angebot lässt die die Preise schmelzen? So schwer es auch fallen mag. Wir haben an dieser Stelle keine Theorie dazu. Eines scheint sich aber langsam abzuzeichnen, auch der Rohstoffsektor verträgt keine Preissteigerungen bis weit über die Schmerzgrenze.
Vorsichtige Investoren könnten eventuell erste Gedanken über eine Reduzierung des Rohstoff Investment Bestands vornehmen. Ob die neuerdings wie gut gefragten fest verzinslichen Wertpapiere aber einen passenden Ersatz für Gewinn verwöhnte Rohstoff Aktionäre darstellen darf bezweifelt werden …

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