Die in Deutschland viel diskutierte Regulierung von Hedge-Fonds hat durch die chinesische Regierung eine neue Facette hinzugewonnen. Wie jetzt bekannt wurde, erwirbt die Volksrepublik China mittels des Staats eigenen Währungsreserven Fonds einen kleineren Anteil an der US Beteiligungsgesellschaft (Private Equity) Blackstone. Der Kauf einer Anteilsgröße von 3 Mrd. US Dollar ist nicht genehmigungspflichtig und kann somit ohne die Zustimmung der US Regierung oder einer anderen US-Amerikanischen Behörde erfolgen. Peking dürfte mit diesem Aktienerwerb allerdings weniger die mögliche Einflussnahme oder gar eine Regulierung der Geschäftsaktivitäten im Blick haben, sondern vielmehr die bestehenden Blackstone Kontakt bis tief in amerikanische Regierungskreise. Auch Blackstone wird vermutlich von seinem neuen Aktionär profitieren, da die chinesische Regierung durchaus an einem Geschäftserfolg von Blackstone interessiert sein sollte. Daher ist der Aktienerwerb durch den chinesischen Staatsfonds ist aus Blackstone Aktionärssicht sicherlich zu begrüßen. Für Mitbewerber, die auch gerne bei der Privatisierung der chinesischen Staatsunternehmen zum Zuge kommen möchten, könnte es zukünftig allerdings deutlich schwieriger werden ein ansprechendes Mandat zu bekommen. Angesichts der strategischen Tragweite des Blackstone Aktienerwerbs und des komfortablen 1,2 Billionen schweren Finanzpolsters des chinesischen Staatsfonds werden weitere richtungweisende Investitionen sicherlich nicht allzu lange auf sich warten lassen.

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