Sammelte KanAm diesmal vergleichsweise weniger Geld als bei den letzten Cash Call Aktionen ein, oder war der Andrang einfach nur deutlich größer? Die Frage wird sich vermutlich erst durch eine Pressemitteilung der Gesellschaft oder aber einen Blick in den nächsten Quartalsbericht klären lassen. Trotzdem ist die Kürze der Zeit eine Überraschung – gerade 14 Tage wurde der KanAm grundinvest für die Ausgabe von neuen Fondsanteilen geöffnet. Verstärkt durch Werbemaßnahmen seitens der Fondsvermittler und Direktbanken, dürfte die Botschaft bei mehr Fondsinteressenten als zuvor angekommen sein, aber können private Geldanleger in kurzer Zeit mehrere zehn Millionen Euro frisches Kapital in den Fonds stecken? Eventuell schon – im Zuge der Börsenschwäche dürfte sich der Liquiditätsanteil bei vielen Anlegern deutlich vergrößert haben. Die Aussicht sich an neuen Anteilen eines renditestarken Immobilienfonds, dessen Erträge in den letzten Jahren nahezu steuerfrei zu vereinnahmen waren, zu beteiligen kann Grund genug gewesen sein das Tagesgeldkonto zu plündern und anstelle dessen Anteile an diesem Immobilienfonds zu kaufen.

Wer nicht zum Zuge gekommen ist, wird vermutlich wieder eine Zeit lang auf die Ausgabe neuer Anteile warten müssen – oder die Anteile mit einem entsprechenden Aufschlag über die Börse erwerben müssen. Auch eine Alternative, aber eben nicht besonders günstig und mit Kosten oberhalb des Fondsvermittler Einkaufspreises verbunden.

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