Was heute aus dem in Wiesbaden beheimateten Statistischen Bundesamt zum Thema Arbeitsmarktzahlen zu vernehmen war hat selbst den eigentlich eher miesepeterigen DAX aus seinem Bau geholt.

In der heute veröffentlichten Pressemitteilung heißt es: Die Zahl der Erwerbslosen, das heißt der Arbeitssuchenden ohne jegliche Erwerbstätigkeit, lag im April 2006 nach der Telefonerhebung bei 3,50 Millionen Personen und damit um 834 000 (- 19,3%) niedriger als im Vorjahresmonat April 2005.

Was einem mehr als deutlichen Rückgang der Beschäftigungslosigkeit gleich käme. Auch die Anzahl der Erwerbstätigen ist vergleichsweise deutlich gestiegen: Gegenüber März 2006 waren im April 136 000 Personen (+ 0,4%) mehr erwerbstätig, unter Berücksichtigung jahreszeitlicher Schwankungen entspricht dies einem Anstieg der Erwerbstätigen von 11.000 Personen.

Damit stieg im April 2006 die Zahl der der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland auf wieder 38,5 Mio. Die Erwerbsquote der 15 bis 64-jährigen auf 67,8%.

Die ganz große Freude dürften diese Zahlen nach dem zweiten Hinschauen allerdings nicht mehr auslösen. Der deutliche Zugewinn an Beschäftigungsstellen ist vor allem mit den saisonbedingten Einstellungen verschiedener Branchen zu erklären. Der Anstieg der Gesamtbeschäftigung resultiert zu einem guten teil aus sozialversicherungsfreien Beschäftigungsverhältnissen: Sprich 1,- Euro Jobs.

Positiv ist aber dennoch die Abschwächung des Abbaus sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse, von einer Trendwende, so sind sich verschiedene Kommentatoren einig kann dennoch (noch) nicht gesprochen werden.

Den DAX kümmert das bislang wenig. Wo er schon wach war, machte er sich auch an den Aufstieg aus dem Bau. Nach heute Morgen 5.500 Punkten wird aktuell die Marke der 5.600 Punkte überwunden. Was noch drin ist, wird sich zeigen – ein bischen Hoffnung geben ihm die Arbeitsmarktzahlen auf alle Fälle mit auf den Weg.

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