„Wer die Wahl hat, hat die Qual.“ An dieses Sprichwort fühlen sich wohl die meisten Deutschen Fondsanleger erinnert, wenn sie vor einer Anlageentscheidung stehen. Denn mehr als 9.000 Aktien-, Renten-, Misch-, Immobilien- und Geldmarktfonds stehen Ihnen zur Auswahl bereit. Wir stellen Ihnen 4 Tipps vor, die Ihnen helfen können sich zurechtzufinden und Ihre Recherche nach dem passenden Fonds besser gestalten zu können:

Schreibtisch mit Taschenrechner, Geld und StiftTipp 1
Setzen Sie Prioritäten

Es ist simpel, aber dennoch sehr effektiv. Schreiben Sie sich vorab auf ein Blatt Papier welche Ziele Sie mit Ihrer Anlage verfolgen möchten. Hierbei können Sie sich beispielsweise den Zeitraum, ihre Ziele sowie Wünsche für das Investment überlegen und definieren. Falls Sie bereits Investments tätigen empfiehlt es sich, an dieser Stelle die Anlageschwerpunkte besonders zu beachten und auf Diversifikation zu setzen.

Tipp 2
Errechnen Sie die Gesamtkosten

Die tatsächlich anfallenden Kosten eines Investments lassen sich nicht auf den ersten Blick abrufen. Denn die Kostengestaltung besteht aus mehreren Bausteinen. Den Fondskosten und den Kaufnebenkosten bei der Fondsdepotbank beispielsweise. Achten Sie daher beim Fondspreis und den einmaligen Fixkosten auf den Marktdurchschnitt für das gewählte Segment und die Gesamtkostenquote (TER) des anvisierten Fonds. Die Kaufnebenkosten und laufende Kosten, wie beispielsweise den Ausgabeaufschlag, können sich über einen Fondsvermittler wie der Fondsvermittlung24 bis zu 100% einsparen lassen. Rechnen Sie sich immer alle Kosten auf die gesamte Laufzeit ihrer geplanten Anlage aus. Ein hoher Ausgabeaufschlag, den man nicht beachtet hat, kann sonst einen günstigen Anschaffungspreis schnell zunichtemachen.

Tipp 3
Beachten Sie die Historie
Gerade im aktuell, bereits seit 9 Jahren anhaltenden, Bullenmarkt ist es ratsam richtig auf Vergangenheitswerte zu blicken. Denn die letzte große Schwächephase an den Märkten ist schon einige Zeit zurück. Wer hier nur auf den Kursverlauf in einem positiven Marktumfeld achtet läuft Gefahr, dass er ein krisenschwaches Produkt erwirbt. Bei einem Produktstart nach der letzten großen Krise in 2009 lässt sich in manchen Feldern natürlich kaum noch ein nennenswerter Abwärtstrend finden auf den man schauen könnte. In diesem Fall sollte eine genauere Recherche zum Krisenmanagement des Fonds erfolgen.

Tipp 4
Nutzen Sie Kennzahlen
Oftmals werden interessante Kennzahlen nicht beachtet oder falsch interpretiert. Damit Ihnen dies nicht passiert möchten wir Ihnen drei der nützlichsten Kennzahlen eines Fonds vorstellen:

Volatilität: Mit der Angabe der Volatilität in Prozent erhalten Anleger eines Fonds einen Überblick über die Schwankungsbreite des Kurses. Dieser Wert wird standardmäßig auf Jahresbasis berechnet. Eine niedrige Volatilitätskennzahl steht hierbei für eine geringe Schwankung. Bei vergleichbaren Produkten und Renditen wird meist das Produkt mit der niedrigeren Volatilität bevorzugt um unnötige Schwankungsrisiken zu vermeiden.

Sharpe-Ratio: Wenn Sie als Anleger zwischen zwei Fonds wählen, von denen der eine zwar etwas schwächer in der Rendite, aber eben auch etwas weniger risikobehaftet ist, so gibt die Sharpe-Ratio die notwendige Hilfestellung. Diese Kennzahl setzt die Überrendite des Fonds mit dem risikofreien Zinssatz am Markt ins Verhältnis zur Volatilität. Ein Ergebnis mit Wert kleiner 0 sagt hierbei aus, dass die risikolose Geldmarktverzinsung unterboten wurde. Eine risikolosere Zinsanlage am Geldmarkt wäre in diesem Fall also die bessere Option gewesen.

Alpha: Mit der Kennzahl „Alpha“ wird jener Anteil der Rendite dargestellt, der nicht mit der allgemeinen Marktentwicklung zu erklären ist, sondern auf der Auswahl von Aktien innerhalb dieses Marktes beruht. Ist das Alpha positiv, so deutet dies auf ein erfolgreiches Fondsmanagement hin.