Einer aktuellen Forsa-Umfrage zufolge, die im Auftrag der Comdirect Bank erstellt wurde, vertrauen viele Deutsche nach wie vor dem klassischen Sparbuch. Viele Sparer nutzen das Sparkonto zur Anlage von monatlichen Beträgen oder auch Einmalsummen, und dies trotz anhaltend niedriger Zinssätze und zahlreicher Alternativen, die die Finanzwelt bietet.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank liegen auf deutschen Sparkonten derzeit gut fünfhundert Millionen Euro. Diese Gelder werden meist zu einem Zinssatz von 0,25 – 1,0% p.a. angelegt und können so nicht einmal die vorherrschende Inflation von ca. 2,5 Prozent erreichen. Sie gelten jedoch als besonders sicher, und Sicherheit geht bei vielen Anlegern nach wie vor über Rendite. Diese Einstellung hat sich nach der Finanz- und Wirtschaftskrise noch verschärft, als viele Anleger Verluste aus Aktien- und Fondsanlagen hinnehmen mussten.

Nach Angaben der Forsa-Umfrage nutzen gut 55 Prozent der Deutschen ein Sparbuch. Dabei finden sich jedoch regionale Unterschiede, denn in den neuen Bundesländern stehen Sparer auch anderen Anlageformen offen gegenüber. So nutzen hier bereits gut 45 Prozent ein vielfach höher verzinstes Tagesgeldkonto, in den alten Bundesländern verfügen lediglich 39 Prozent über eine solche Anlage.

Betrachtet man das Sparbuch versus Tagesgeld wird deutlich, dass mit dieser Anlage durchaus Vorteile zu erzielen sind. So sind die angelegten Gelder beim Tagesgeld jederzeit verfügbar, die beim Sparbuch geltende dreimonatige Kündigungsfrist entfällt somit. Zudem gewähren viele Banken auf Tagesgeldkonten weitaus höhere Zinskonditionen, mit denen zumindest die Inflationsrate erzielt werden kann. Und ebenso wie beim Sparkonto sind auch die Gelder beim Tagesgeld über die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro geschützt. Viele deutsche Institute sind zudem Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes Deutscher Banken, wodurch die Einlagen oft in Höhe von mehreren Millionen Euro pro Kunde abgesichert sind.

Dieser Vergleich zeigt, dass es durchaus sichere und besser verzinsliche Alternativen zum klassischen Sparkonto gibt. Sparer sollten daher jetzt ihre Anlagen überprüfen, um möglichen Zinsverlusten vorzubeugen.

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