Das Anlagesegment Osteuropa Aktienfonds erhält durch die schweizer Vermögensverwaltung Julius Bär Zuwachs. Wie der Fondsname andeutet, wird das Fondsvermögen des Black Sea Fonds in die Anrainer Staaten des Schwarzen Meeres investiert. Dazu gehören neben den beiden großen Investitionszielen Russland und Türkei (29 bzw. 30 Prozent – Stand 31.03.07) auch Kasachstan, Ukraine, Rumänien, Georgien und Bulgarien.
Der bereits im Dezember 2006 lancierte Osteuropa Aktienfonds Black Sea Fund (ISIN LU0276683058) war zunächst nur in der Schweiz und Liechtenstein zu erwerben, seit diesen Tagen können auch deutsche Fondsanleger in dieses Produkt investieren.
Für wen ist der Schwarzes Meer Anrainer Fonds – Black Sea Fund gedacht?
Die Fondsgesellschaft weist darauf hin, dass hier ein Bottom-Up Anlageansatz verfolgt wird, d.h. es wird in Unternehmen investiert, die „über eine interessante volkswirtschaftliche, branchen- und titelspezifische Bewertung verfügen und der Risikodiversifikation Rechnung tragen“. Weniger charmant ausgedrückt wird die Strategie im Verkaufsprospekt, dort weist Julius Bär darauf hin, dass prohibitive steuerliche Maßnahmen, fehlende Handelsvolumina oder auch hohe Inflationsraten den Erfolg des Fonds schmäler oder sogar ausbleiben lassen können.
Angesichts der Chancen der jungen Märkte in Rumänien, Georgien, Kasachstan oder auch Bulgarien sind die Risiken verkraftbar – sofern und hier sollten Anleger ähnliche Maßstäbe wie bei Hedge-Fonds anwenden – ein Totalverlust zu verkraften ist.
Ein „Schade“ muss in diesem Zusammenhang erwähnt werden, der große Anteil russischer und türkischer Aktien, welche zurzeit fast zwei Drittel des Fondsvolumens ausmachen überdeckt den positiven Einfluss der möglichen Osteuropa Tiger Nationen wie Bulgarien, Rumänien und Georgien.
Anleger, die speziell in diesen Staaten anlegen möchten werden mittlerweile auch weitere spezialisierte Fonds zu Auswahl gestellt, zum Beispiel der Danske Fund Trans-Balkan Class A Fonds unter Fondsmanager Kari Salonen schlägt sich in den wenigen Monaten seines Bestehens auch ohne Russland und mit einem deutlich geringeren Anteil Türkei hervorragend.

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