Studien, wie die aktuelle aus dem Hause Metzler Fund Xchange sind immer wieder ein Quell der Erkenntnisse über das Verhalten der beleuchteten Zielgruppe. Mal abgesehen davon, dass alleine dieser Einleitungssatz im Rahmen der sonntäglichen DSF Fußball Runde das Phrasenschwein bereichert hätte, soll das Thema doch nicht aus den Augen verloren werden: Fondsanleger vermissen Wissen.
Zu wenig Betreuung, zu wenig Information über die eigene Geldanlage – so die Erkenntnis der Metzler Studie über das Angebot vieler Marktteilnehmer. Nur etwa 20 Prozent der befragten Fondsanleger werden demnach regelmäßig von Ihrem Berater kontaktiert, etwa 25 Prozent der Befragten gaben in weiteren Befragung an, dass sie das Gefühl haben nicht ausreichend informiert zu sein und rechtzeitige Anpassungen oder aber Informationen zu einer notwendigen Anpassung der Depotstruktur durch ihren Berater damit versäumen.
Metzler schließt aus diesen erhobenen Zahlen, dass die Beratung und Betreuung durchaus großen Spielraum für Verbesserungen lässt. Inwieweit die scheinbar 75 Prozent zufriedenen Kunden hierbei berücksichtigt sind, bleibt dabei unklar.
Interessant ist das Ergebnis allerdings aus einer anderen Perspektive – mehr als zwei Drittel der Befragten haben nur ein Depot bei der eigenen Hausbank, 43 Prozent nutzen ausschließlich das Fondsangebot der Hausbank. Die Bereitschaft aus eigenem Interesse die Empfehlungen der Hausbank nachzuvollziehen scheint bei vielen Anlegern immer noch nicht sonderlich stark ausgeprägt zu sein. Fast ein Drittel der Befragten kann zudem weder die Verwaltungskosten der Fonds noch die anfallenden Gebühren für das eigene Depot benennen. Eigentlich erstaunlich angesichts der hohen Preissensibilität vieler Deutscher.
Insgesamt bietet sich aber – auch wenn das von Metzler sicherlich nicht ganz beabsichtigt war – ein positives Bild der deutschen Banken und Sparkassen. Auch wenn Kunden übermäßig gerne eigene Produkte verkauft werden und der Service sowie die Beratungsqualität an Umfang und Tiefe Mängel aufweist, ist die überwiegende Mehrzahl der Kunden damit zufrieden.
Aus unserer (Fondsvermittlung24.de) Sicht, wie auch aus Metzlers Sicht kann man an dieser Stelle ein „leider“ einfügen. Ohne einen höheren Anspruch an die Beratung und Transparenz der eigenen Hausbank wird es dort keinerlei Zwang geben kundenfreundlicher und offener für andere, bessere Angebote als die eigenen zu werden.
Für diejenigen, die sich doch ein bisschen mehr für das interessieren, wie die Meinungen des eigenen Bankberaters einzuschätzen sind und wie sich die aktuellen Investments, der eigene Fonds entwickeln, können wir feststellen: Es gibt auch für Investmentfonds kostenlose Musterdepots im Internet. Informieren und informiert bleiben war noch nie so einfach wie heute. Vielleicht gehören Sie auch zu den Fondsanlegern, die Wissen vermissen?
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