Manchmal wundert es einen schon, was die eine oder andere Pressemitteilung einer Fondsgesellschaft beinhaltet. So veröffentlich Fidelity Investment heute eine Jubelmeldung über den FINANZtest Sieg des Fidelity European Growth Fund. Eine „Topbewertung“ habe der Fonds erhalten und ging aus dem Test als „Sieger“ hervor. Erst in den folgenden Zeilen finden sich die Informationen über die Vergleichsfonds – allesamt namhafte aber sehr große Investmentfonds wie der UniGlobal, DekaFonds, AriDeka oder auch Templeton Growth Fund. Alles langjährig erfolgreiche Produkte, allerdings hinsichtlich Ausrichtung und Anlageschwerpunkt nicht unbedingt vergleichbar mit dem Fidelity European Growth Fund.
Lässt man das grundsätzliche Testergebnis außen vor muss man sich fragen: Ist es wirklich so schlecht um den Fonds bestellt, dass ein solcher Testsieg als Anlass zu einer „Jubelmeldung“ dient? Immerhin handelt es sich hierbei nicht um eine beste Performance oder bestes Fondsmanagement Auszeichnung, sondern einen Vergleichen der großen und teilweise aufgrund ihrer Größe immer unbeweglicher werdenden Fonds.
Macht der für Januar bevorstehende Wechsel des bisherigen Fondsmanagers Graham Clapp zu seinem Nachfolger Alexander Scurlock vielleicht auch der Fondsgesellschaft Sorgen? Der teilweise über 20 Mrd. Euro (Stand zum 31.10. – 20,63 Mrd. Euro) schwere Fonds hat in den letzten Wochen deutlich an Anlagekapital verloren – ein Stopp des Kapitalabfluss scheint nicht in Sicht, auch wenn die Reduzierung weder dramatisch ist, noch Nachteile für Anleger bedeutet, scheint man bei Fidelity gewillt zu sein jede gute Nachricht entsprechend würdigen zu wollen.
Für Anleger ist in diesem Zusammenhang eventuell ein Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) von Interesse, hier wurde ein Blick auf die „Großen“ wie eben zum Beispiel die von FINANZtest bewerteten Fonds und die „Kleinen“ in Form von Vermögensverwalter-Fonds geworfen. Ohne die Statistik näher kommentieren zu wollen drängt sich der Eindruck auf, dass die Kleinen durch ihre größere Flexibilität ganz einfach die besseren Chancen für attraktive Renditen bieten. Unabhängig davon ob es die kurze 6-Monate oder die längere 3-Jahre-Distanz der Wertentwicklung ist, die betrachtet wird.
Es macht eben doch einen Unterschied, ob Schnellboote gegen Tanker antreten – einen Haken hat die Sache natürlich: In Zeiten eines höheren Seegangs kommen Schnellboote auch mal eher ins Schwanken. Die Lösung kann also nur sein das eigene Anlagevermögen auf kleine schnelle wie auch größere langsamere Produkte zu verteilen. Ob es dann allerdings ein Templeton, Fidelity, Deka oder Union-Invest Fonds sein muss, muss jeder Anleger für sich selbst entscheiden.
Fonds wie der Astra-Fonds FI haben übrigens den Spagat geschafft – kleiner Fonds und geringe Schwankung waren Standard & Poor’s die Bestnote 5 Sterne wert und uns eine Erwähnung an dieser Stelle.
Mehr Informationen zu Astra-Fonds FI (ISIN DE0009777003) finden Sie hier.

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