Bei Deutschlands größtem Finanzportal ergeben sich Veränderung . Gestern wurde per Pressemitteilung die Verpflichtung von Ex-Fidelity Chef Klaus-Jürgen Baum als zukünftigem Vorstandsvorsitzendem vermeldet, der den ausscheidenden OnVista Gründer und noch Vorstandsvorsitzenden Michael W. Schwetje ablösen wird.
Heute schiebt OnVista fast beiläufig die Nachricht der Gründung einer eigenen OnVista Bank hinterher. Ganz neu ist dieses Finanzinstitut nicht, bis gestern kannten Kunden sie unter dem Namen Fimatex. Diese bot günstige Trading Konditionen für Anleger die gerne, häufig und überwiegend Aktien und ähnliche Wertpapiere handelten.
Gemeinsame Mutter ermöglicht Zusammengang von Fimatex und OnVista
Möglich wird der Zusammengang von Discountbroker und Finanzinformationsportal durch die gemeinsame Mutter Boursorama, die im letzten Jahr den OnVista Gründern die Mehrheit des Unternehmens abgekauft hatte und jetzt beide Unternehmen nebst Datenbanken zusammenführt.
Angesichts dieser aktuellen Entwicklung verwundert die Verpflichtung von Klaus-Jürgen Baum deutlich weniger als noch am gestrigen Tag, als man einen ehemaligen Fondsvertriebs-Manager an der Spitze eines Informationsportals doch mit leichter Verwunderung betrachtete.
Bei den Deutschen Direktbanken wird diese Entwicklung sicherlich die Alarmglocken schrillen lassen – Kunden können sich freuen; mehr Anbieter bedeuten fast zwangläufig auch günstigere Konditionen. Schade nur, dass aktives Handeln ab dem nächsten Jahr mit Abgeltungssteuer Abgaben belastet ist. Das könnte der neuen OnVista Bank einen Dämpfer verpassen – oder aber die Verantwortlichen dazu animieren einen Dachfonds aufzulegen? Man wird sehen.

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