Anders als diverse andere Fondsgesellschaften wird die DWS den hauseigenen DWS ABS Fund nicht schließen. Anders lautende Medienberichte wurden von der Deutschen Bank Tochter DWS heute entschieden zurück gewiesen.
Bedingt durch die ausufernde amerikanische Hypotheken Krise hatten sich in den letzten Tagen neben den großen Fondsgesellschaften Union Investment und HSBC Trinkaus Investment Managers auch kleinere Gesellschaften wie z.B. Frankfurt Trust auf die Mittelabflüsse mit einer Schließung der eigenen ABS Fonds (Asset Backed Securities) zu reagieren.

Die anhaltenden Hypotheken Krise hatte auch bei diesem DWS Fonds zu einem starken Mittelabfluss während der letzten Tage geführt. Binnen weniger Tage schrumpfte das Fondsvermögen von rund 3 Mrd. Euro auf nur noch 2,1 Mrd. Euro. Die Börse quittierte diese Meldung mit einem deutlichen Kursabschlag der Deutschen Bank Aktie.
Die DWS versucht mit Fakten auf die anscheinend vorliegende Marktübertreibung zu reagieren. Die innerhalb des DWS ABS Fund (ISIN LU0177859823) Fondsvermögens gehaltenen Papiere seien von guter Bonität (durchschnittliches Rating AA-), es läge kein Investment in das momentan gefährdete US-Subprime Hypothekensegment vor.
Angesichts der vorherrschenden – und nicht immer wirklich faktisch belegbaren – Flucht aus Geldmarktfonds sobald diese nur den Anschein erwecken irgendeinen Bezug zu US Hypotheken zu haben reagiert man bei DWS mit kühlem Kopf. Möglicherweise hat die damals für alle Beteiligten überraschende Schließung der ebenfalls zum Deutsche Bank Konzern gehörenden Immobilienfondstochter DB Real Estate (grundbesitz Immobilienfonds) zu einem Umdenken in solchen Extremsituationen geführt. Statt Schließung wird nun ein offenes Wort mit Anlegern gepflegt, ob und wie dies zu einer Verbesserung der Situation führen kann bleibt abzuwarten.

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