Seit Anfang August 2008 werden weitere acht Aktien des Deutschen Aktienindex (DAX) im elektronischen Handelssystem XETRA mit drei Nachkommastellen gehandelt. Neben BMW, Commerzbank, Daimler, Deutsche Bank und Deutsche Post zählen auch  Lufthansa, SAP und TUI zu diesen Papieren.
Seit Ende Mai dieses Jahres hat die Deutsche Börse bereits für Infineon und die Deutsche Telekom testweise drei Nachkommastellen ermittelt. Mit Erfolg: Die Spreads, die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis, haben sich verkleinert. Nun wird die Zahl der Papiere auf zehn erhöht. Durch die dritte Nachkommastelle sollen die Preise genauer und fairer ermittelt werden. Das bedeutet engere Spreads, die wiederum für geringere Preise und somit eine höhere Liquidität sorgen.
Der Handel mit drei Nachkommastellen wird ausschließlich für zehn DAX-Werte in XETRA umgesetzt. Für den Parketthandel und die Regionalbörsen bleibt alles beim alten. Auch die anderen DAX-Werte behalten ihre Notierungen unverändert bei.
Kostenersparnis macht sich erst bei größeren Handelsvolumina bemerkbar
Für den Anleger bedeuten engere Spreads geringere Kosten. Allerdings macht sich die dritte Nachkommastelle für Kleinanleger bei durchschnittlichen Aktienkäufen und –verkäufen kaum bemerkbar. Bei institutionellen Investoren mit größeren Handelsvolumina dagegen, wirken sich selbst kleine Preisunterschiede deutlich aus.
Laut Auskunft der Deutschen Börse könnte der Handel mit drei Nachkommastellen in Zukunft auf weitere Wertpapiere ausgeweitet werden. Nicht zuletzt auch als Schachzug gegen die Konkurrenz. So haben bereits andere Aktienplattformen, wie Chi-X oder Turquoise, Marktanteile im Handel mit DAX-Titeln errungen und werben mit niedrigeren Gebühren um die Gunst der Anleger.

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