In Deutschland hat sich die Anzahl der Blüten im vergangenen Halbjahr um 17 Prozent auf 24.000 erhöht. Trotz Zunahme der Blüten, ist der sich aus der Herstellung von Falschgeld entstandene Schaden in Deutschland von 1,7 auf 1,6 Mio. Euro gesunken. Für den gesamten Euro-Raum zeigt sich ein ähnliches Bild wie in Deutschland. Während sich die absolute Anzahl der Blüten erhöht hat, ist der Schaden insgesamt rückläufig.

Falsche Zwanziger auf dem Vormarsch – dafür weniger Blüten mit hohem Nennwert

Für Fälscher wird es immer schwieriger, Blüten mit hohem Nennwert in Umlauf zu bringen. Grund für die Schadensminderung ist offenbar vor allem die bessere Sensibilisierung von Kassierern gegenüber Falschgeld. Hologramm und Wasserzeichen der Banknoten sowie ein geschulter Tastsinn helfen beim Unterscheiden des echten vom gefälschten Geldes. Auf die meisten UV-Lampen dagegen, die häufig zur Enttarnung von Blüten eingesetzt werden, haben sich bereits viele Fälscher eingestellt. Immerhin: Der Anteil an 100-Euro-Scheinen hat sich im Vergleich zu vergangenem Jahr von über 20 Prozent auf 13,5 Prozent verringert. Dafür hat sich jedoch der Anteil an Zwanzigern von 33 auf knapp 50 Prozent drastisch gesteigert. Auch sind kuriose Betrügereien keine Seltenheit. So konnten Fälscher seit Einführung des Euro sogar etliche Male 300-Euro-Blüten unter das Volk bringen. Neben direkten Maßnahmen am point-of-sale versucht die Polizei, den Geldfälschern mit erhöhtem Fahndungsdruck entgegen zu wirken und Fälscherwerkstätten zu zerschlagen.
In Anbetracht der Gesamtzahl aller Banknoten, die in der Euro-Zone von den Notenbanken herausgeben werden, ist das Ausmaß der Schadenssumme durch die Herstellung von Blüten insgesamt jedoch relativ gering. Zudem liegt Deutschland bei der Verbreitung von Falschgeld noch deutlich unter dem Durchschnitt des gesamten Euro-Raums.

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