Eine große deutsche Sonntagszeitung hat es vor einigen Wochen in einer wenig – anzunehmend – wenig repräsentativen Umfrage erkennen lassen, die Deutschen mögen Rentenfonds. Berufsanfänger, nach einer vorhandenen Altersvorsorge befragt antworteten fast unisono „Ja, in Rentenfonds“.
Einem Bericht des Manager Magazins nach wurden in den vergangenen zwölf Monaten rund 31 Mrd. Euro in neue Euro-Rentenfonds-Anteile investiert, was einen deutlichen Vorsprung gegenüber Aktienfonds bedeutete.
Woher die Begeisterung? In Zeiten steigender Börsenkurse sind Rentenfonds eine willkommene Beimischung, aber gerade für Jüngere sicherlich nicht die bestmögliche Basis der Altersvorsorge. Sollte tatsächlich die Mehrzahl der Sparer den Überblick zwischen Total Return Fonds, AS Altersvorsorge Fonds und Rentenfonds verloren haben – oder ist die Beratung tatsächlich vielfach so oberflächlich, dass den Sparern diese unterschiedlichen Ansätze nicht geläufig sind und Rentenfonds einfach als „Rentenersatz“ erkannt wird?
Diese Frage zum Sonntag wird sicherlich nicht geklärt werden können, aber wunderlich ist es schon – aber vielleicht ist es die Vorahnung, dass die Aktienkurse schon zu gut gelaufen sind und das Wiedererstarken der Rentenfonds kommen wird. Bleibt nur zu hoffen, dass das Gesparte zunächst in Kurzläufern steckt um nach diversen Zinsanhebungen in Langläufer umgeschichtet zu werden und alles Teil einer guten Beratungsstrategie der Hausbank ist.

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