Für Banken hat Geld derzeit einen hohen Preis – zumindest dann, wenn es sich nicht um die Verzinsung von Kundeneinlagen auf Tagesgeld oder Festgeldkonten handelt, sondern um das Geld leihen bei institutionellen Investoren. Diese leben, sofern sie über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, derzeit gut von ihrem in der Verleihung befindlichen Barbestand wie das aktuelle Beispiel Deutsche Bank Anleihe zeigt.

Im Rahmen einer Preisfindungsrunde wurde ein Zinsniveau von 9,5% festgestellt, zu welchen die Deutsche Bank jetzt eine unbefristete Tier-1-Anleihe ausgeben wird, die erstmals im Jahr 2015 kündbar sein wird. Angesichts einer solchen Zinshöhe ist es nicht verwunderlich, das Vorstandschef Josef Ackermann die größte Deutsche Bank nach Rentabilitätskriterien ausrichtet und den eigenen Erfolg daran misst. Wer fast 10 Prozent an Geldgeber als Zinsen weiterreichen muss, der muss noch einmal deutlich mehr Ertrag aus dem geliehenen Geld ziehen – 25 Prozent Marge erscheinen dann auch nicht mehr so völlig aus der Luft gegriffen.

Wie groß die Nachfrage nach dieser Anleihe ist, ist derzeit nicht bekannt. Allerdings ist von mehreren Milliarden Euro die Rede, die die Deutsche Bank mit dieser Anleihe einzusammeln hofft.

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