Langweilig ist es geworden in den politischen Diskussionszentren Bundestag, Bundesrat und bei Christiansen. Wo offiziell der Konsens herrscht bleibt kein Platz für Uneinigkeit.
Einer, niemand geringerer als unser Bundespräsident und ehemaliger Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich doch getraut einen Hinweis auf mögliche Ansatzpunkte für mögliche Verbesserungen zu geben. Die Retourkutsche folgte via ZDF Morgenmagazin, Joachim Poß seines Zeichens SPD Finanzexperte verteilte an Bundespräsident Köhler und Bundesbank-Präsident Weber das Prädikat: Besserwisser.
Beide hatten sich kritisch zu der weiter ansteigenden Verschuldung den nach wie vor maximal zaghaften Reformvorhabensversuchen der Großen Koalition geäußert.
Bundespräsident Horst Köhler hatte am Sonntag gemahnt, der Staat müsse ein neues Verhältnis zwischen kollektiver Absicherung und Eigenverantwortung finden und hinzugefügt, dass bei allen Reformen das Sozialstaatsprinzip bestehen bleiben müsse.
Wir geben an dieser Stelle beiden Recht: Horst Köhler weiß es besser tatsächlich besser, das hat Joachim Poß richtig erkannt. Die Frage die sich dem geneigten Steuerzahler und Bürger nun stellt: Wenn wir uns doch alle einig sind, dass der Bundespräsident Recht hat und es besser weiß, warum wurschtelt man in Berlin/Bonn weiter vor sich hin statt die Ratschläge umzusetzen?

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