Für viele Anleger stellen geschlossene Fonds ein ideales Investment dar, da hier ein vergleichsweise direktes Investment in Sachwerte möglich ist, in die man ansonsten nur mit vielen hunderttausend Euro Investitionskapital investieren könnte. Eine noch relativ neue Art von geschlossenen Fonds sind die Waldfonds, die in die Bewirtschaftung von Wäldern und somit in den Rohstoff Holz investieren.

Während Sie als Anleger zum Beispiel über Gasfonds in Erdgas oder über Ölfonds in den Rohstoff Erdöl investieren können, steht bei einem Investment in Waldfonds die Investition in Holz als natürlichen Rohstoff im Vordergrund. Wer also in Waldfonds investiert sollte davon ausgehen, dass die Holzpreise mindestens in den nächsten drei bis fünf Jahren weiter steigen werden, denn der steigende Holzpreis ist die Basis für die Ertragserzielung beim Waldfonds. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Preise für den nachwachsenden Rohstoff Holz in den nächsten Jahren weiterhin erhöhen werden, wird von den meisten Fachleuten als recht hoch eingeschätzt.

Nachfrage steigt, Angebot sinkt – Anstieg der Holzpreise wahrscheinlich

Die Annahme, dass die Holzpreise in den nächsten Jahren ansteigen werden, sodass die auch als Holzfonds bezeichneten Waldfonds eine gute Rendite erzielen können, ist auf zwei Faktoren zurückzuführen. Auf der einen Seite steigt die Nachfrage nach Holz schon seit 2010 weltweit an. Immer mehr Privatpersonen nutzen zum Beispiel Sachwerte und Gegenstände aus Holz. Ein hierzulande noch enorm große Markt sind zum Beispiel Häuser aus Holz, die immer beliebter werden. Aber auch im industriellen Bereich wird verstärkt mit dem Rohstoff Holz gearbeitet. Auf der anderen Seite spricht der Rückgang des „Angebotes“ an Wäldern ebenfalls für höhere Preise. Stellt man den Abbau der Wälder in ein Verhältnis zu neu wachsenden Wäldern, so verliert die Erde jedes Jahr etwa zehn Millionen Hektar an Waldflächen.

Die wesentlichen Merkmale der Waldfonds

Die zu der Kategorie der Rohstofffonds zählenden Waldfonds zeichnen sich – wie alle geschlossenen Fonds – unter anderem dadurch aus, dass es sich um eine langfristige Beteiligung an einer Gesellschaft handelt. Mindestens 10.000 Euro müssen Sie investieren, wenn Sie über Waldfonds in Holz investieren möchten. Die Laufzeiten der Waldfonds bewegen sich durchschnittlich zwischen acht und zwölf Jahren. Im Vergleich zu einigen anderen geschlossenen Beteiligungen sind Waldfonds recht sicher, aber (noch) nicht besonders renditestark. Wichtig ist einen Fonds zu finden, der über ausreichend Know-how für die Bewirtschaftung der Wälder verfügt.

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