Sucht man nach alternativen Strategien, um dem Verlust durch den negativen Realzins zu entfliehen, so wird einem schnell bewusst, in der aktuellen Nullzinsphase führt an Wertpapieren kein Weg vorbei. In diesem Artikel nennen wir Ihnen defensive Strategien und Tipps, mit denen auch risikoaverse Anleger ruhig schlafen können.

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Tipp 1
Zunächst sollte man sich überlegen welchen Teil des Vermögens man kurzfristig verfügbar halten will.  Gibt es einen Teil des Geldes der fest für eine Verwendung eingeplant ist oder dessen Zugriff schnell und direkt erfolgen soll? Dann sollten Sie diesen Anteil separat verwalten. Der Rest sollte in den langfristigen Vermögensaufbau investiert werden.
Wichtig ist das Wort „langfristig„. Denn selbst wer zum schlechtesten Zeitpunkt, kurz vor der großen Finanzkrise 2009, in einen Wert eingestiegen ist, hat mit den meisten Titeln bis heute Gewinn gemacht. Sofern er sie nicht vorab verkauft hat.


Tipp 2
Der perfekte Zeitpunkt um in einen Titel einzusteigen kann meist erst im Nachgang bestimmt werden. Für echte Schnäppchenjäger gibt es aber auch beim Kauf einen praktischen Kniff. Der Einstieg in einen Wert kann beispielsweise in mehrere Käufe unterteilt werden. Ein Beispiel: Sie haben sich dazu entschlossen einen bestimmten Betrag in einen bestimmten Titel zu investieren. Steigen sie also mit 20% ihres Betrags in den Titel ein. Einen Monat später wiederholen Sie dies, wieder mit 20% des geplanten Betrags. Nachdem sie den geplanten Betrag über einen Zeitraum von 5 Monaten investiert haben können Sie sich sicher sein, dass sie mit dem Durchschnittspreis aus 5 Monaten keinen schlechten Zeitpunkt gewählt haben.

Tipp 3
Informieren Sie sich über die verschiedenen Anlagearten und welche Finanzinstrumente Ihnen zusagen. Einzelne Aktientitel zu beziehen kann sehr lukrativ sein, ist allerdings auch mit einem hohen Risiko behaftet. ETF werden derzeit gerne beworben, „kaum Nebenkosten bei besserer Rendite von Index-, zu aktiv gemanagten Fonds“, so die häufigsten Aussagen. Doch hier wird oft nur die letzte 10-jährige Hausse verglichen, dass ein ETF auch fallende Kurse 1:1 abbildet, ist vielen nicht bewusst. Aktiv gemanagte Fonds hingegen werden im Fall einer Krise gegen den Wertverfall des Fonds ankämpfen. Doch bei allen Produkten gilt, es gibt verschiedene Arten und Ausführungen. ETF ist nicht gleich ETF, das selbe gilt auch für aktiv gemanagte Fonds. Informieren Sie sich also detailliert

Tipp 4
Überlegen Sie sich eine Strategie und achten Sie auf Diversifikation. Eine Möglichkeit sind zum Beispiel Dividenden-Strategien, bei denen in die Aktien von Qualitätsunternehmen investiert wird. Freunde der Absicherung könnten eine „Low-Volatility-Strategie“ bevorzugen. Hierbei werden die Vorteile der Diversifikation genutzt und in eine Kombination von Aktien investiert, sodass die Schwankungen und damit das Risiko des gesamten Portfolios reduziert wird. Übliche Investmentsektoren hierfür sind beispielsweise Versorger oder Basiskonsumgüter. Gegenüber dem breiten Aktienmarkt beziehungsweise einem kapitalisierungsgewichteten Index weisen Low-Volatility Strategien somit konstruktionsbedingt eine deutlich geringer schwankende Wertentwicklung auf und konnten in der Vergangenheit darüber hinaus mittelfristig attraktive Mehrerträge erwirtschaften.

 

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