Industrie 4.0: Digitalisierung für das Portfolio
Fonds mit Spezialisierung auf Technologie bieten schon seit langem Anlegern einen Zugang zu dieser Branche. Diese ist jedoch stark im Wandel. So setzen einige Spezialitätenfonds auf Social Media, Digitalisierung und Vernetzung und bieten so gezielt eine Anlagenmöglichkeit in eine der wichtigsten industriellen Entwicklungen der aktuellen Zeit an. Wir haben diese Branche sowie einige dazugehörige Fonds näher betrachtet.
Wer auf eine hohe Diversifikation bei der Portfoliooptimierung achtet macht zwar alles richtig, hat aber ein Problem: Die Abhängigkeit zwischen den einzelnen Aktienkategorien hat zugenommen. Insbesondere in Krisenzeiten ist dieser Effekt zu beobachten. Fonds mit Fokus auf das Thema Digitalisierung können hier Abhilfe schaffen. Sie setzen gezielt auf die Bedürfnisse einer modernen Gesellschaft und Industrie. Dazu gehören z.B. digitale Vernetzung, Einsatz von Robotern usw.

Aus Industrie 4.0 - die ZukunftAnleger Sicht bietet diese Kategorie durchaus mehrere Vorteile:
• Das Wachstum dieses Segmentes kann überdurchschnittlich hoch sein.
• Die Automatisierung wird weiterhin zunehmen. Ein Grund liegt in den steigenden Lohnkosten. So verlieren z.B. Schwellenländer langsam aber sicher diesen Wettbewerbsvorteil.
• Die rasante Entwicklung von Mikroprozessoren ermöglicht eine noch schnellere Wachstums- und Entwicklungsdynamik.
• Digitalisierung und Vernetzung halten in immer mehr Lebens- und Produktionsbereiche Einzug. Ein Beispiel ist die Medizin: Roboter führen – teilweise ferngesteuert – präzise chirurgische Operationen durch, die von Menschenhand nicht machbar sind.
• Digitalisierung und Vernetzung sind fester, integraler Bestandteil von Wertschöpfungsketten der Industrie

Keine Ähnlichkeit zur Tec-Blase Anfang des Jahrtausends
Wie alle anderen Aktien-Investments sind auch diese Fonds mit Risiken behaftet. Dazu gehören z.B. Kursschwankungen. Auch wenn es sich hierbei um Technologiefonds handelt, ist ein Vergleich mit der Situation zu Beginn dieses Jahrtausends, als viele Technologiewerte hohe Verluste erlitten nicht direkt angebracht:
• Kurssteigerungen basierten damals größtenteils auf (irrational hohen) Erwartungen.
• Industrie 4.0: Ohne Digitalisierung, Vernetzung und Automatisierung sind optimale Wertschöpfungsketten in der Industrie undenkbar. Firmen die sich hier spezialisiert haben, kommen in den Genuss von konkreten Aufträgen. Die Bewertung an den Börsen erfolgt anhand konkreter Zahlen und nicht nur anhand von Erwartungen.
• Social Media ist ein fester Bestandteil der heutigen Gesellschaft geworden.

Sinnvolle Risikostreuung
Investmentfonds die sich auf Digitalisierung bzw. „Industrie 4.0“ spezialisieren führen ggf. zu einer sinnvollen Risikostreuung in einem Portfolio. Sie können dazu beitragen, das erwartete Risiko/Chancen-Verhältnis deutlich zu verbessern. So konnte der MSCI World Information/Technology beispielsweise in den vergangenen drei Jahren rund 55% zulegen. Wir haben uns beispielhaft daher 3 Produkte mit diesem Schwerpunkt näher angesehen.

Pictet: Investition in Industrie 4.0
Der Fonds des Hauses Pictet fokussiert sich auf das Thema „Industrie 4.0“ und deckt die Bereiche Künstliche Intelligenz, Automatisierung/Robotics, Digitalisierung und Vernetzung ab. Der Asset Manager ist bekannt für seinen Bottom Up Ansatz, bei dem er Benchmark frei agiert. Durch die starke Fixierung auf dieses spezielle Thema muss eine gesonderte Titelselektion vorgenommen werden. So müssen die ausgewählten Titel nicht nur eine fundamentale Bewertung überstehen. In ihrer Geschäftstätigkeit muss ein hoher Bezug zu diesem Thema gegeben sein, um eine starke Verwässerung zu vermeiden.
Das Portfolio besteht aus rund 50 Unternehmen. Naturgemäß ist das Fondsvermögen auf verschiedene Unternehmensgrößen diversifiziert: Rund 60% des Fondsvermögens in Large Caps, 30% in Mid Caps und 6% in Small Caps.

Weitere Infos zum Pictet Robotics (WKN: A141RC)

Quint:Essence: Risikominimierung und Social Media
Einen anderen, ebenfalls interessanten Weg geht Quint:Essence mit seinem Fonds „Quint:Essence – Social Media and Technology (SMAT)“.
Schwerpunkte des Fonds stellen ebenfalls Unternehmen aus den Bereichen Hochtechnologie und Robotics/Automatisierung. Jedoch gibt es hier zwei Besonderheiten:
Erstens hat dieser Fonds auch den Bereich Social Media im Blickfeld. Das verwundert nicht, haben doch Facebook und Co in den letzten Jahren nicht nur im privaten Bereich Einzug gehalten.
Die zweite Besonderheit liegt in der Struktur des Fonds. Unternehmen der genannten Sektoren machen etwa 60% des Portfolios aus. Die restlichen 40% sind in klassischen, konservativen Titeln, Cash und Anleihen investiert. Der Vermögensverwalter glaubt zwar fest an die Zukunftsträchtigkeit der Technologiebranche. Jedoch möchte er seinen Kunden durch die Mischung ein risikogeglättetes Produkt anbieten, womit eine Ähnlichkeit zu einem vermögensverwaltenden Produkt gegeben ist.
In diesem Sinne wird der Fonds auch ohne Bezug zu einer Benchmark gemanagt. Durch die daraus entstehenden Freiheiten kann das Fondsmanagement frei agieren und investiert daher ohne geographische Beschränkungen. Jedoch besteht hier ein Übergewicht in den USA, was für einen Fonds mit diesen Schwerpunkten in der Sache der Natur liegt.

Weitere Infos zum QE Social Media & Technology Fonds (WKN A1154T)

DNB Technology: Breit gemischtes Portfolio
Der DNB Technology Fund verfolgt einen opportunistischen Ansatz. Die Philosophie des dreiköpfigen Managementteams: Es macht keinen Sinn auf neue Googles und Facebooks zu hoffen, die man von Anfang an hält. Entwickelt sich ein Wert nicht erwartungsgemäß, schreckt das Management nicht vor einem Verkauf zurück.
Der Fonds ist thematisch breit aufgestellt. Auch er investiert in Robotics, Automatisierung usw. Hinzukommen Sektoren wie Egaming, Social Media oder beispielsweise die Reisebranche. Auf dem ersten Blick mag das ungewöhnlich vorkommen. Doch befindet sich gerade die Reisebranche in einer starken Transformationsphase weg vom klassischen Reisebüro hin zu einer vollumfänglichen Online Dienstleistung.

Weitere Infos zum DNB Technology (WKN: A0MWAN) 

Fazit:
Fonds aus dem Bereich „Digitalisierung“ sind aus Sicht von Anlegern eine mehr als interessante Beimischung für ein Portfolio. Alle drei genannten Fonds sind stark auf dieses Thema fokussiert und weisen eine hohe Expertise in diesem Bereich auf. Sie eignen sich sehr gut für eine günstige Risikostreuung. Dennoch unterliegen Titel aus diesen Sektoren Preisschwankungen an den Börsen. Und: Naturgemäß kaufen sich Anleger hier eine Übergewichtung in den USA ein. Hinzu kommt, dass gerade in diesem Sektor ein gewisser Verwässerungsgrad nicht von der Hand zu weisen ist. Allerdings bemühen sich die Fonds sehr stark, diesen so gering wie möglich zu halten.

Bei einem Fondsvermittler wie z.B. der Fondsvermittlung24.de können Sie diese Investmentfonds komplett ohne Ausgabeaufschlag einkaufen.

 

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