Dass Investmentfonds durchaus auch in geschlossene Beteiligungen investieren (können) ist wenig bekannt, aber grundsätzlich nicht falsch. Inwieweit eine solche Investition sinnvoll ist stellt das Fondsmanagement fest und ergänzt das eigene Anlagespektrum zu einem überschaubaren Anteil gemäß dem Verkaufsprospekt mit Alternativen Investments, wozu neben Hedge-Fonds, Derivaten und Zertifikaten eben auch geschlossene Fonds gehören.
Geschlossener Fonds investiert in Investmentfonds 
Neu ist allerdings die umgekehrte Vorgehensweise, d.h. dass ein geschlossener Fonds in einen offenen Fonds investiert. In der Regel ergibt so etwas keinen Sinn, da die Mindestanlage bei Investmentfonds geringer ist, diese jederzeit wieder veräußerbar sind und der Ausgabeaufschlag gleich hoch. Ausnahmen bestätigen allerdings die Regel wie es bei dem LF Open Waters OP der Fall ist. Dieser erste und bislang einzige offene Schiffsfonds ist nicht per Sparplan zu bekommen und stellt auch in Sachen Mindestanlage und Verfügbarkeit einige Hürden für potentielle Anleger auf.
Chance durch Abgeltungsteuer
Diese alleine hätten das Emissionshaus Lloyd Fonds aber vermutlich nicht zu der Auflage eines Fonds im Fonds Konzepts bewogen. Es ist die Abgeltungssteuer, die eine solche Konstruktion tatsächlich in Schwung bringt. Wer nämlich bis zum 31.12.2008 Anteile an dem geschlossenen Eigenkapitalfonds Smart Shipping Invest erwirbt, profitiert von der nachfolgend steuerfreien Ausschüttung wären der Fondslaufzeit. Die Beteiligung ist so konzipiert, dass ab dem Jahr 2010 durch die sukzessive Rückgabe der Anteile steuerfreie jährliche Ausschüttungen in Höhe von zwölf Prozent erzielt werden können.

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