„Mangelhaft“ – so lautet das Urteil von Finanztest für 5 von 28 getesteten Riester-Jahresmitteilungen. Auch die anderen untersuchten Anbieter von Riester-Renten schnitten nicht viel besser ab. 13 haben ein „ausreichend“ und 10 ein „befriedigend“ erhalten. Kein einziges Unternehmen schaffte es, in der Jahresmitteilung alle wichtigen Informationen aufzulisten.
Wie kundenfreundlich sind die Jahresmitteilungen für Riester-Produkte? Und geben sie Aufschluss über die Entwicklung des angesparten Vermögens, die Kosten der Anbieter sowie die Anlage der eingezahlten Beiträge?
Um dies herauszufinden untersuchte Finanztest die Kundeninformationen von Riester-Versicherungen, Riester-Versicherungen mit  Fonds, Riester-Fondssparplan und Riester-Banksparplänen hinsichtlich Vollständigkeit, Rechnungsaufbau, Lesbarkeit und Textverständlichkeit. Das Ergebnis: lückenhafte und unklare Mitteilungen bei den meisten Gesellschaften. Insbesondere Angaben zu den Kosten für Abschluss, Vertrieb und Verwaltung lassen alle Anbieter aus.
Versicherungen lassen Transparenz vermissen
Besonders schlecht haben die Versicherer bei der Untersuchung abgeschnitten, weisen sie doch die meisten Fehlinformationen auf. Auch für die Riester-Fondssparpläne sieht es nicht wirklich gut aus. So erhielt die Jahresmitteilung der UniProfirente gerade so ein „ausreichend“, da sie einige Angaben, wie den alten Kontostand oder Beginn und Ende der Vertragslaufzeit, nicht ausweist. Als Testsieger aus der Finanztest-Untersuchung gehen mit dem Urteil „befriedigend“ Riester-Banksparpläne hervor. Bei ihnen handelt es sich jedoch auch um die Produkte mit dem geringsten Erklärungsbedarf.
Um Anlegern eine Orientierung für die Kundeninformationen zu geben, stellt Finanztest für die vier Varianten von Riester-Verträgen Muster für gute Jahresmitteilungen zur Verfügung.

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