In den Medien wird die Riester-Rente derzeit teilweise relativ offensiv kritisiert. Der meistgenannte Vorwurf lautet, dass die Riester-Sparer mit der gewählten Sparform mitunter eine schlechtere Rendite als auf einem normalen Sparbuch erzielen würden. Auch eine DIW-Studie kritisiert die Riester-Rente, jedoch ist es diesbezüglich sehr wichtig zu betonen, dass sich diese Studie nur auf Versicherungen bezog (private Rentenversicherungen), die oftmals als Riester-Vertrag genutzt werden.

Der Hauptkritikpunkt der DIW besteht darin, dass die Lebensdauer der Versicherten bei den Riester-Rentenversicherungen oftmals viel zu hoch kalkuliert wurde. Daraus ergibt sich dann zwangsläufig eine zu geringe Rentenzahlung. Das eingezahlte Kapital könnten die Riester-Versicherten auf diese Weise nur dann zurück erhalten, wenn Sie ein ungewöhnlich hohes Alter erreichen, also sehr lange die private Rente beziehen würden. Demgegenüber wurde hingegen ausdrücklich festgestellt, dass sich die DIW-Kritik nicht auf Riester-Fonds bezogen hat. Daher besteht auch kein Grund für Riester-Sparer, die bereits einen Fondssparplan nutzen oder diesen in Zukunft abschließen wollen, sich durch die Kritik verunsichern zu lassen.

Vorteile des Investment in Fonds für Riester-Sparer

Wer in Riester-Fonds investiert, also im Zuge eines Fondssparplans regelmäßig Fondsanteile kauft, der kann sogar verschiedene Vorteile genießen. Handelt es sich zum Beispiel um Aktienfonds oder Immobilienfonds, ist ein Inflationsschutz vorhanden. Besonders im Vergleich zu den Riester-Versicherungen ist das vorteilhaft, denn diese investieren vorwiegend in (Staats-)Anleihen. Aber auch im direkten Vergleich der durchschnittlichen Renditen schneiden die Riester-Fonds deutlich besser als die Riester-Versicherungen ab. Dass sich Riester-Fondssparen lohnt, kann auch anhand von Berechnungen nachvollzogen werden. So würde beispielsweise eine Frau, die mit 35 Jahren beginnt einen Riester-Fondssparplan zu nutzen, schon nach 40 Jahren (also mit Erreichend es 75. Lebensjahres) das gesamte eingezahlte Kapital nebst Riester-Zulagen zurückerhalten. Bei Verheirateten und Riester-Sparern mit Kinder ist diese „Break-Even Altersgrenze“ sogar schon früher erreicht.

Fonds werden im Vergleich zu Versicherungen steuerlich „benachteiligt“

Schaut man sich diese Zahlen und den Vergleich der Riester-Fonds mit den Riester-Versicherungen an, so ist es umso unverständlicher, dass bislang nur (Lebens-)Versicherungen steuerlich bevorzugt werden, wenn eine private Altersvorsorge aufgebaut werden soll. Denn da die Versicherungsgesellschaften bekanntlich vornehmlich in Staatsanleihen investieren, deren Verzinsung derzeit zum Teil niedriger als die Inflationsrate ist, die Fonds hingegen in Aktien oder Immobilien investieren, ist die Rendite auf Sicht von zehn Jahren und mehr bei den Fonds deutlich höher als bei den Versicherungen. So konnten zum Beispiel Mischfonds im langfristigen Durchschnitt in den vergangenen Jahren eine Wertentwicklung von jährlich mehr als sieben Prozent erzielen. Insofern sind Riester-Fonds, wie zum Beispiel die DWS Riester Rente, nach wie vor eine sehr gute Möglichkeit, einer drohenden Altersarmut wirksam entgegen zu treten.

 

 

 

 

 

 

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