Wie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales am 16.03.2010 in Berlin verlauten ließ, wird es für 2010 keine Rentenerhöhung geben. Etwa 20 Millionen Rentner und Rentnerinnen sind davon betroffen.

Weil die Entwicklung der Rente an die Löhne gekoppelt ist, hätten die Renten sogar sinken müssen, was aber durch die neue Renten-Schutzklausel von 2009 verhindert wurde. Grund für diese Nullrunde ist die Wirtschaftskrise. Denn, laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden, sind wegen des Konjunktureinbruchs die für die Rentenberechnung ausschlaggebenden Bruttoeinkommen erstmals seit 50 Jahren gesunken.

Nullrunde auch für das nächste Jahr

Auch für 2011 gehen die Bundesregierung und die Deutsche Rentenversicherung aufgrund der schwachen Lohnentwicklung von einer Nullrunde aus. Damit die gesetzliche Schutzklausel nicht zu stark zu Lasten der Jüngerer Generationen geht, will das Ministerium zukünftige Rentenerhöhungen mit der gegenwärtig unterbliebenen Rentenminderung verrechnen, um die Stabilität der Rente weiter zu gewährleisten.

DIW-Studie zeichnet düstere Zukunft

Noch härter kommt es in einigen Jahren: Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wird die gesetzliche Rente in zwei Jahrzehnten nicht mehr zum Leben reichen – vor allem für Menschen in Ostdeutschland. Wie das Institut in einer Studie zur Entwicklung der Altersrente im Jahr 2030 errechnete, werden hier die Renten dramatisch sinken. Danach werden vor allem die heute 40-Jährigen im Durchschnitt weniger als 600 Euro im Monat an Rente beziehen. Damit liegen sie unter dem Satz der Grundsicherung. Im Westen hingegen bleibt das Niveau relativ stabil, wenngleich auch niedrig.

Bislang galten die Renten in Ostdeutschland als sicher. Doch in 20 Jahren wird die Arbeitsmarkt-Misere des Ostens mit aller Härte auch auf die gesetzliche Rente durchschlagen. Doch auch im Westen der Republik wird die Rente in dann leicht zurückgehen, einzig berufstätige Frauen können sich über höhere Renten freuen – wenn sie gut ausgebildet sind. Verlierer der Rentenprognosen in Ost wie West sind nämlich alle, die nur einen geringen Bildungsabschluss haben.

Eines wir damit immer klarer: Die gesetzliche Rente allein wird später im Alter nicht mehr ausreichen und deshalb sollte jeder zusätzliche Maßnahmen zur Altersversorgung ergreifen. Sicher  ist, die Riester-Rente bildet durch staatliche Zulagen, Steuervorteile und Garantien als Altersvorsorgeprodukt eine attraktive Möglichkeit dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

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