Neue Ideen bringt Weiterentwicklung scheinen sich die Wirtschaftsführer hierzulande wie auch in Übersee mittlerweile auf die Fahnen geschrieben zu haben. Egal wie uneben auch der eigene Weg grade sein mag (General Motors; Verlust 2006 = 2 Mrd. USD, Verlust 2005 = 10,7 Mrd. USD), für gute Ideen – in diesem Fall ein kleiner inneramerikanischer Chrysler Zukauf – ist immer noch ein bisschen Platz in der Portokasse.
Die Portokasse hat auch Porsche geplündert und sichert sich ebenfalls den Zugang zur Weiterentwicklung. Auch wenn es verwegen klingen mag und der vermeintlich Kleine den Großen übernimmt, ohne einen starken Partner, der Innovationen in der Großserie verwerten kann kommt auch ein Unternehmen wie Porsche mittelfristig nicht aus. Der Zukauf war unter Umständen auch ein bisschen Ehrensache, bevor sich Private-Equity Gesellschaften an den Umbau des Konzerns machen und altbewährte Verbindungen zu Porsche kappen, macht der Kleine dem Großen lieber selbst „Beine“ und stellt den großen aber wenig effizienten Bruder wieder auf „eigene Füße“.
Arvato (Claim „The spirit of solutions“), still aber schnell wachsende Tochter des Bertelsmann Konzern und als solche für den Bereich „Services“ zuständig übernimmt einen Teil der Deutschen Telekom. Eben jenen Teil, der angeblich bei der Telekom überflüssig ist und nach Meinung nicht weniger Kunden nicht unbedingt durch freundliches und hilfreiches kommunizieren zu begeistern weiß. Insgesamt 1.100 Mitarbeiter werden von Telekom Call-Center-Agents zu Arvato Call-Center-Agents und als solche Zeugen des Geists der (Er-?) Lösungen.
Bei soviel überraschenden Wendungen im Alltag des Wirtschaftsteillesers, sollte auch eine gesellschaftliche, nicht minder revolutionäre Idee an dieser Stelle Ihren Platz bekommen. Unter der Überschrift „brennpunkt1“ fasst die taz – wie sooft unter angewandter Ironie eine der intellektuellen Diskussionen dieser Zeit in Worte. „Eine risikoreiche Revolution“ wird dort unter Bezug auf das Hamburger Weltwirtschaftsinstitut erörtert. Eine Meinung zu diesem Thema mag sich jeder selbst bilden – aber in mutigen Zeiten wie diesen, sollten auch solche Vorschläge zumindest Gehör finden. Aus diesem Grund: Lesen Sie hier!

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