Der mittlerweile schon legendäre US Amerikanische Investor George Soros (Quantum Fund) ist in letzter französischer Instanz von einem Strafgericht, dem Kassationshof, rechtskräftig wegen Insiderhandels verurteilt worden.

Nach jahrelangem Rechtsstreit wurde hierbei festgestellt, dass Soros sich durch Insiderwissen von einer geplanten Übernahme der Société Générale einen Vorteil verschafft hat.

George Soros hat die Vorwürfe bis zuletzt bestritten, das Gericht teilte hier jedoch die von der Verteidigung vorgebrachte Ansichten nicht und verurteilte Soros.

Damit setzt der Kassationshof einen Schlusspunkt unter eine Auseinandersetzung, die auch eine besondere politische Komponente enthalten hat – nach der Privatisierung der Bank Société Générale hatte die damalige Linksregierung versucht, mit Hilfe verschiedener Geldgeber die zuvor durch die Privatisierung verloren gegangene Macht bei der SG zurück zu erhalten.

George Soros wäre nicht er selbst, wenn das Urteil akzeptieren würde. Er habe nichts von irgendwelchen Plänen gewusst beteuert er und legt Revision ein. Als weitere Instanz bleiben ihm noch europäische Richter, welche die Sachlage nun als nächste beurteilen werden.

Der entstandene Gewinn rechtfertig den Aufwand bereits lange nicht mehr, 2,2 Mio Euro soll der Gewinn aus dem Geschäft mit den Anteilen an der Societe General betragen haben. Die gerichtliche Auseinandersetzung dient also eher der Aufarbeitung des französischen Politikskandals als der Zurechtweisung Soros, angesichts eines Milliardenvermögens wäre eine Strafe in ähnlicher Höhe für diesen sicherlich bezahlbar.

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