Afrika bietet als Rohstoff Lieferant für die Wachstumsstaaten Asiens eigentlich eine perfekte Wachstumsstory, dennoch kommen Investmentfonds mit Schwerpunkt Afrika eher sporadisch auf den Markt und berücksichtigen in der Regel nur Südafrika und die Nordafrikanischen Märkte in Ägypten und Algerien. Der Grund dafür sind wenig ausgereifte Aktienmärkte in den meisten anderen afrikanischen Staaten, ein Problem, für das man auch bei ING keine passende Lösung gefunden hat. Der ING (L) Invest Africa & Middle East (ISIN LU0354743154) wird zurzeit ebenfalls nur in Wertpapiere aus Ägypten, Kuwait, Marokko, Südafrika, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate (mit Dubai und Abu Dhabi) investieren.
Rohstoffpreise treiben die Wirtschaftsentwicklung voran
Die Region Afrika und Mittlerer Osten profitieren von stark gestiegenen Rohstoffpreisen und sich etablierenden demokratischen Gesellschaftsformen. Begünstigt durch die steigende Nachfrage nach Rohstoffen der Region und sich stabilisierende Wirtschaftsregionen die teilweise auf demokratischen Grundregeln funktionieren, konnten sich immer mehr Unternehmen etablieren, die für Anleger tatsächlich attraktive Investmentmöglichkeiten darstellen. Aktuell stammen 70% der bekannten weltweiten Ölreserven, 48% der Gasvorkommen sowie 50% der Goldreserven aus der Region Afrika und Mittlerer Osten, was in vielen Ländern eine komfortable wirtschaftliche Situation geschaffen hat an der durch den ING (L) Invest Africa & Middle East auch Privatanleger teilhaben können.
Der bisherige Fokus lag vor allem bei Infrastruktur, Immobilien und Touristikprojekten denen in der Folge auch ein verstärkter privater Konsum folgte. Dieser lokale Boom brachte die verschiedenen Wirtschaftsräume auf ein Niveau welches einigen Osteuropäischen oder Südamerikanischen Märkten vergleichbar ist und für Anleger mittlerweile attraktive Anlagemöglichkeiten bietet.
Auch interessant: Bahrain, Jordanien und Senegal
Ebenfalls interessant stuft das Fondsmanagement auch die Märkte in Bahrain, Jordanien, Saudi Arabien oder Senegal ein, die zukünftig als Anlageschwerpunkte interessant werden könnten. Aktuell wurden vom Fondsmanagement rund 60 geeignete Aktienanlagen ausgesucht, die für Investments in das Fondsportfolio aufgenommen wurden. Trotz aller Chancen sieht das Fondsmanagement auch die Risiken ihres neuen Fonds – nicht sich entwickelnden Märkte bergen auch immer ein starkes Rückschlagspotential. Sollte sich z.B. die politische Situation in einem der betroffenen Ländern nachhaltig verschlechtern, oder aber das Niveau der Rohstoffpreise entgegen vieler Annahmen doch bereits einen Höhepunkt erreicht haben, könnte es zu herben Rückschlägen für die gesamte Region kommen, welche deutliche Kursverluste des Fonds nach sich ziehen würden.

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