Zum Wochenausklang werden Fonds- und Zertifikate-Neuauflagen bekannt gegeben, die so nicht unbedingt zu erwarten waren. So startet das bislang nur für die Auflage von geschlossenen Fonds bekannte Hamburger Bankhaus Wölbern jetzt auch einen ersten eigenen offenen Mischfonds und der Führung von Tim de Toit. De Toit ist normalerweise für die interne Vermögensverwaltung des Unternehmens verantwortlich und erhält mit der Auflage des Wölbern Global Balance (WKN 532147), einem eher defensiven Mischfonds, jetzt die Gelegenheit seine Kenntnisse auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
Credit Suisse überrascht mit der Auflage eines Ethik Fonds, dessen Anlagestrategie sich an christlichen Werten orientiert. Die christliche Interpretation der Credit Suisse bedeutet einen Ausschluss von Staaten und Unternehmen, die Waffengeschäfte betreiben, die Umwelt (besonders) stark verschmutzen oder in den Branchen Alkohol, Tabak, Pornographie oder Glücksspiel tätig sind. Inwieweit sich hierbei die christlichen Grundwerte von muslimischen, jüdischen, buddhistischen oder anderen weiter verbreiteten Religionen unterscheiden ist dabei unklar. Wer aber in „gutes Gewissen“ investieren möchte, kann mit dem Credit Suisse Christian Values (ISIN LU0293559083) wenig falsch machen. Rätselhaft bleibt ob außer vielleicht der Schweiz selbst noch andere Länder die für die Titelauswahl genannten Kriterien erfüllen. Genau genommen dürften weder deutsche, noch französische, britische, amerikanische oder auch italienische Unternehmen ins Portfolio. Wie sich der Exportanteil der heimischen Waffen-, Alkohol- oder Energie erzeugenden Industrie in anderen Ländern verhält ist hierbei nicht berücksichtigt.
Zum Thema Umweltverträglichkeit möchte auch die DWS mit einem neuen GO Uran Zertifikat keine Chance verpassen. Mit dem DWS GO Uranium Exploration TR Index Zertifikat (DE000DWS0G81) können sich interessierte Kunden an einem von der DWS zusammengestellten Index an Uran Förderunternehmungen beteiligen. Der Anlageschwerpunkt liegt hier auf kleineren, auf Uran Exploration spezialisierten Unternehmen. Diese werden nach Überlegungen der DWS besonders stark von der knapper werdenden Ressource Uran profitieren.

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