Böse Zungen könnten behaupten, dass die mediale Allgegenwärtigkeit des Michael Jackson Ablebens den einen oder anderen  lebenden Vermögenden zu einem Innehalten veranlasst hat.

Dass Warren Buffett sich zu einer spontanen Spende von 1,5 Mrd. USD entschlossen hat, weil der King of Pop verstorben ist, ist aber kaum anzunehmen. Buffett hatte bereits nach dem Tod seiner Ehefrau Susan im Jahr 2004 angekündigt sein Privatvermögen, welches im Wesentlichen aus der von ihm gegründeten und durch ihn geleiteten Beteiligungsgesellschaft Holding Berkshire Hathaway besteht, zu verschenken. Im Zuge dessen wurde bereits 2006 vereinbart, dass die von Microsoft Gründer Bill Gates ins Leben gerufene Bill and Melinda Gates Foundation 10 Mio. Aktien aufgeteilt zu 500.000 Aktien pro Jahr der Berkshire Hathaway erhalten soll.

So erstaunt es also nicht, wenn jetzt durch ein Schreiben der US-Wertpapieraufsicht öffentlich wird, dass der Buffett’sche Anteil an der Gesellschaft nur noch  28,5 Prozent beträgt, was immer noch einem Gegenwert von derzeit rund 19 Mrd. Euro entspricht und für eine mehr als auskömmliche Altersversorgung des mittlerweile 78-Jährigen ausreichend sein sollte.

Neben der Bill and Melinda Gates Foundation wurden vier weitere Familien-Stiftungen mit Mitteln aus dem Buffett Vermögen bedacht. Der Plan seinen eigenen Wohlstand für einen guten Zweck einzusetzen wird also ebenso wie die Investments des Großinvestors generalstabsmäßig geplant und umgesetzt. Gut so.

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