Die Anleger des Meinl European Land werden weiterhin von starken Kursschwankungen geplagt. Während es in den vergangenen Tagen rund 10 Prozent Wertzuwachs bei Meinl European Land zu verzeichnen gab, ist heute pünktlich zur Hauptversammlung die Kursdelle wieder deutlich größer geworden.
Mit einem Abschlag von 15 Prozent auf rund 13,80 Euro wird die als Immobilienfonds und in der Folge zur Immobilienaktie umgeformte Meinl European Land Immobilien Aktie hart abgestraft. Dabei ist den Rahmendaten zufolge ein positiver Trend erkennbar, alleine die Mieteinnahmen der bestehenden Immobilien stiegen im ersten Halbjahr 2007 um durchschnittlich 3,7 Prozent gegenüber Vorjahr.
Der Gewinn je Anteil ist von 0,31 Euro auf 0,40 Euro gestiegen und sollte eigentlich eine positive Reaktion der Anleger provozieren. Möglichweise im Hinblick auf die US amerikanische Hypotheken Krise bemüht man sich bei Meinl den Eigenkapital Charakter des Meinl European Land herauszustellen. Durch die Eigenkapital Finanzierung der Immobilienprojekte werden Kreditrisiken vermieden, steigende Zinsen können der Rendite der Aktie demnach wenig anhaben.
Der heutige starke Kursverlust ist kurioserweise auf eine Kapitalmaßnahme zurückzuführen – der Rückkauf von eigenen Aktien hatte den Kurs zunächst deutlich beflügelt. Als im Rahmen der heutigen Hauptversammlung bekannt wurde, dass die Aktien bereits vor der Hauptversammlung zurückgekauft wurden und dazu das frische Kapital der letzten Kapitalerhöhung genutzt wurde und dadurch Käufe zu einem deutlich höheren Kurs als dem heutigen stattgefunden haben, brach die Euphorie in sich zusammen und führte zu einem Tagesverlust, der selbst in diesem in letzter Zeit nicht sonderlich zurückhaltend behandelten Anlagesektor eine Ausnahme darstellt.
Ob und wie die Maße Marktteilnehmer auf diesen Kursverlust des Meinl European Land reagieren wird ist noch unklar – die Vermutung, dass erste Anleger auf eine Gegenreaktion erwarten und auf „Kaufen“ setzen erscheint jedoch naheliegend.

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