Nicht nur der ehemalige amerikanische Vizepräsident (1993 bis 2001 unter Bill Clinton) Albert Arnold „Al“; Gore Jr. hat die Zeichen der Zeit erkannt, auch Unternehmen werden sensibler wenn es um das Thema Klima-Veränderungen und Klimaschutz geht.
Eine Aufsehen erregende Studie brachte es kürzlich sogar für Betriebswirtschaftler auf den Punkt: Nichtstun wird deutlich kostspieliger als jetzt beginnen etwas zu tun. Die Politik hat den Weg mit den lange diskutierten und von den USA immer noch nicht anerkannten Beschlüssen des Kyoto Protokolls zumindest grob gewiesen. Die schnell wachsenden Volkwirtschaften der Schwellenländer führen jedoch zu einer weiter steigenden weltweiten Produktionskapazität und somit zu einem deutlichen Anstieg der Schadstoffbelastung rund um den Erdball.
Die unabhängige Investmentgesellschaft Aquila Capital, bisher eher unter Hedge-Fonds Anlegern bekannt, wird sich als eine der ersten dem Thema Emissionshandel annehmen. Im Rahmen des Fonds Klimaschutzinvest sollen Gewinne aus der Erzeugung und dem Verkauf von Emissionsrechten für Treibhausgase erzielt werden.
Für diesen Fonds hat Aquila Capital die Projektgesellschaft 3C Consulting beauftragt. Diese investiert 80 Prozent des Geldes in Umweltschutzprojekte, welche den Ausstoß von Treibhausgasen verringern. Die Treibhausgas Ersparnis wird in so genannten Klimaschutz-Credits verbrieft, welche vor allem in Schwellenländern auf großes Interesse stoßen sollten. Gerade dort wird bislang besonders wenig Geld in Umweltprojekte investiert, d.h. überdurchschnittlich viel Treibhausgas produziert, wofür entsprechende Mengen an Klimaschutz-Credits zusätzlich erworben werden müssen.
Der Gewinn aus dem Verkauf der Credits fließt in den Klimaschutzinvest Fonds. Schwerpunkt der Handelstätigkeit wird Europa werden, da EU-weit die Emissionsrechte besonders stark verknappt werden sollen.
Der Klimaschutzinvest Fonds wird nach der BaFin Freigabe als geschlossener Fonds mit einem Mindestinvestment von 15.000 Euro zu erwerben sein. Die Laufzeit ist auf 6 Jahre angelegt. Es wird angestrebt eine Rendite von 15,2 Prozent p.a. zu erzielen (berechnet nach der internen Zinsfußmethode).

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