Die Anbieter geschlossener Fonds standen in den letzten Jahren nicht grade im Mittelpunkt der politischen Förderung. Wegfall von Steuerprivilegien und im Einzelfall nicht glücklose unternehmerische Tätigkeiten haben diesem Geldanlage Segment einen deutlichen Rückgang von Anlagekapital beschert. Symbolisch gesprochen – die Karten wurden neu gemischt.
Geschlossene Fonds Anbieter (Initiatoren), die frühzeitig auf Rendite orientierte Anlagen umgestellt haben, erfreuen sich aber eines wachsenden Kundenstamms und trauen sich mittlerweile auch an ehemals ausschließlich über Steuervorteile zu veräußernde Anlageklassen, wie das Feld der Energiegewinnung (Solarfonds, Bioenergie Fonds, Windenergie-Fonds).
Der Hamburger Initiator Lloyd Fonds vielen Anleger eher für Schiffsbeteiligungen (z.B. Lloyd Flottenfonds) bekannt, belebt jetzt den Markt mit einem Flugzeug-Fonds.
Das Anlageobjekt ist in diesem Fall ein Airbus A340-600 mit 308 Sitzplätzen und einem namhaften und langjährigen Leasingnehmer, der Fluggesellschaft Virgin Atlantic.
Bereits zum Ende des letzten Jahres wurde für 103 Mio. USD der Airbus für den Flugzeugfonds übernommen und bereichert jetzt das Anlageportfolio. Leasingnehmer des Flugzeugs ist für die nächsten 12 Jahre die britische Fluggesellschaft Virgin Atlantic, welche zu 51% dem Unternehmer (Gründer Virgin Records, Virgin Mobil) und Abenteurer (schnellste Atlantiküberquerung mit Boot & Heißluftballon) Richard Branson und zu 49% der Singapore Airlines gehört.
Lloyd Fonds sieht in diesem neuen Flugzeug Fonds Anlageprodukt eine Ergänzung zu dem bisherigen Portfolio und strebt eine Rendite von 7,75% nach Steuern an. Durch verstärkten Wettbewerb trotz des Duopol zwischen Airbus und Boeing ist der Markt der Flugzeughersteller in den letzten Monaten in Bewegung geraten, Lloyd Fonds sieht darin und in der wachsenden Nachfrage nach Flugdienstleistungen eine für viele Anleger interessante alternative Geldanlage.

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