Steigende Börsenkurse lassen Fondsanteilspreise steigen. Eine zurückkehrende Fülle des eigenen Depots erweckt Anleger aus dem „Börsen Crash Überwinterungsschlaf“. Nach Monaten oder gar Jahren der Abstinenz ist nichts mehr wie es war. Statt 15 Fonds bei der Hausbank gibt es nun auf einmal tausende bei Fondsvermittlern. Statt 5% Ausgabeaufschlag gibt es 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag bei verschiedenen Anbietern. Statt geordneten Verhältnissen, d.h. eine Fondsgesellschaft, die für jede Lage einen Fonds anbietet, gibt es dutzende Gesellschaften, mit hunderten Fonds.
Was also tun? Bekannte Fonds kaufen? Große Fonds kaufen? Kleine Fonds kaufen? Nischen aufspüren und dort investieren?
Eine passable Lösung, die es allen recht macht gibt es nicht. Ein paar Hinweise was zu beachten sein könnte aber schon. Große Fonds sind meist auch bekannte Fonds, dort wo viele investieren können Fondsgesellschaften die inneren Kosten, also die Managementgebühr vergleichsweise niedriger halten. Der Nachteil: Nicht alle größeren Fonds senken Ihre Preise, noch dazu werden Fonds ab einer gewissen Größe schwerfälliger, wer kann schon 5 Mrd Euro in kleine aussichtsreiche Unternehmen anlegen? Kleine Fonds haben mit der Kostenbelastung zu kämpfen, d.h. das Fondsmanagement wird ausgedünnt, die eigentlich nötigen Analysen können nicht immer in Perfektion durchgeführt werden – durch das geringe Kapital kann aber sehr ausgewählt investiert werden. Der Nachteil der höheren Kostenbelastung fällt so durch die Möglichkeit einer besseren Performance auch weniger ins Gewicht.
Bleibt die Frage – was ist ein großer Fonds, was ein kleiner? Pauschal kann hier keine Antwort gegeben werden, bei Fonds unterhalb eines Anlagevermögens von 25 Mio. Euro lohnt sich der Blick auf die Kostenstruktur auf alle Fälle. Große Fonds schaffen locker die Anlagevermögen Milliardengrenze, je nach Ausrichtung ist hier durchaus mit einer Einschränkung der Flexibilität zu rechnen.
Wie Sie sich auch entscheiden, nutzen Sie vorher verschiedene Informations Quellen und lassen Sie sich nicht von bekannten Namen beeindrucken.

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