Mit Dubai Fonds verbinden Anleger gedanklich eher Immobilien-Bauvorhaben in saudischer Wüste. Bau- oder besser Landgewinnungsprojekte wie Projekte Palmen oder Erdkugeln vor der Küste haben weltweit einen Eindruck von der Wirtschaftskraft des Emirats Dubai hinterlassen. Komfortable Hochhäuser nah am Strand waren im letzten Jahr ein Bestseller unter den ausländischen geschlossenen Immobilienfonds.
Der Ansatz ist in diesem Fall allerdings ein anderer. Investieren möchte der staatliche Fonds Dubai international Capital – und das gerne in Deutsche Aktienunternehmen. DaimlerChrysler gehört nach Aussage von Sameer Al-Ansari bereits zu den innerhalb des Fonds gehaltenen Investments. Rund 2% des Unternehmens haben die saudischen Investoren bereits Anfang 2005 für den Fonds erworben und gehören nun den größten Anteilseignern des Automobilkonzerns.
Das aktuelle Interesse richtet sich neben möglichen Investments bei BASF, Siemens und Deutscher Lufthansa vor allem auf den angeschlagenen Flugzeugbauer EADS. Nach dem Airbus A380 Desaster befindet sich das Unternehmen nicht nur in einer denkbar schlechten Ausgangsposition wenn es um die Auslieferung der Flugzeuge geht, sondern auch in einer finanziellen Schräglage, die durch hohe Ausfallzahlungen an die Fluggesellschaften zustande kommt.
Das Interesse an EADS ist für viele Investoren von doppeltem Interesse. Dubai ist in Form der staatlichen Fluggesellschaft Emirates auch größter Kunde bei der EADS Tochter Airbus. Auch hier stehen Entscheidungen über die mögliche Stornierung ausstehender A380 Modelle an. Ein Einstieg des Dubai Fonds wäre ein Signal für eine positive Zukunft des Unternehmens, jede andere Entscheidung könnte den EADS Kurs auf eine weitere Talfahrt führen.

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