Vor noch nicht allzu langer Zeit galten Immobilien Aktien und die dazu gehörigen Immobilienaktienfonds (nicht Immobilienfonds) als Geheimtipps. Deutlich überdurchschnittliche Renditen verzückten auch konservative Anleger, die sonst eher an 4 bis 5 prozentige Renditen von „richtigen“ Immobilienfonds gewöhnt waren.
Im Zuge der ausufernden US amerikanischen Hypotheken Krise scheint die Party nun auch bei Immobilienaktienunternehmen vorbei zu sein. Alleine im zweiten Portal sind die Kurse der darin investierten Immobilienaktien Fonds um teilweise über 10 Prozent eingebrochen. Die Financial Times Deutschland (FTD) zitiert sogar mit den Worten „In den kommenden Jahren werden Immobilienwerte schlechter abschneiden als der Gesamtmarkt“ aus einem Bericht von Harm Meijer, Analyst bei JP Morgan.
Dieser Marktausblick scheint sich bereits jetzt im Anlageverhalten widerzuspiegeln. Nach starkem Netto-Mittelzufluss in 2006 und zu Beginn 2007, kehrt sich der Trend in den vergangenen Wochen ins Gegenteil. So wurden alleine innerhalb des letzten Monats rund 500 Mio. Euro Kapital aus Immobilienaktienfonds abgezogen, was den Kurs der Aktien zusätzlich unter Druck gesetzt haben könnte.
Wie sich dieser Trend weiterentwickelt bleibt abzuwarten, insgesamt scheint aber die Liquiditätsverknappung zu einer Normalisierung der Verhältnisse beizutragen. Dass hierbei zunächst Übertreibungen kompensiert werden erscheint da nur allzu logisch.
Insgesamt kann sich das Ergebnis der Branche immer noch einigermaßen sehen lassen. Fonds wie der SEB Real Estate Equity Asia-Pacific (ISIN DE000A0B7JE1; Mindestanlage 50.000 Euro) weisen auch im laufenden Jahr mit 13 Prozent Wertzuwachs eine beeindruckende Wertentwicklung auf.

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