Hochgelobt, tiefgefallen und jetzt auf dem Weg zum ersten Ziel. So könnte eine Kurzbeschreibung zum Thema Hedge-Fonds in Deutschland ausfallen. Im Jar 2004 erfolgte die erstmalige Zulassung von Dach-Hedgefonds für den Vertrieb in Deutschland. Vielgelobt aber mit wenigen Produkten versehen blieben Anleger zwar interessiert aber ratlos ob der wenigen Möglichkeiten in Hedge-Fonds zu investieren.
2005 war das Jahr der Aktienfonds. Im Gegensatz zu Hedge-Fonds zielen Aktienfonds nicht auf 10% bis 15% Jahresrendite ab, sondern steigen völlig ungehemmt, wenn es gut läuft an den Börsen. Es lief gut und niemand interessierte sich für Hedge-Fonds. Im Rückblick auf das vergangene Jahr darf man fast sagen: „Ist nicht so schlimm“. Nur wenige Produkte konnten tatsächlich überzeugen, zu stark blieben die Ergebnisse hinter denen der breiten Masse der Investmentfonds zurück.
Und jetzt? 2006 steckt voller Sorgen. Iran Atomstreit, Irak Terroranschläge, Vogelgrippen in Mitteleuropa, Haushaltsloch in den USA, Ölstreiks abwechselnd in Nigeria und Venezuela. Die Börsen sind lange „gut gelaufen“, die ersten Anleger beginnen zu überlegen was kommen könnte.
Es könnte sein, das es Hedge-Fonds sind, die da kommen könnten. Wie der Bundesverbandes Alternative Investments (BAI) meldet haben die in Deutschland zugelassenen Hedge-Fonds, mittlerweile 19 Single- sowie 24 Dach-Hedgefonds, estmals die Schwelle der zwei Milliarden Euro Anlagevermögen übersprungen. Das ist wenig verglichen mit dem gesamten Marktvolumen (fast allein der Fidelity European Growth hat im Jahr 2005 diese Größenordnung an Netto-neu-Volumen erreicht). Aber ein Zeichen, des Erstarken dieser Anlageklasse.

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