Kleiner Satz, große Wirkung. Dr. h. c. Edgar Meister, Mitglied in der Abschlußprüferaufsichtskommission der Wirtschaftsprüferkammer und für Finanzaufsicht zuständige Vorstand der Bundesbank war es, der das Thema „Hätschfongs“ wieder spontan zurück in die öffentliche Diskussion brachte.
Mit dem eher ungelenken und scheinbar um Political Correctness bemühten Ausspruch „Zur Schaffung von mehr Transparenz gegenüber Investoren und Geschäftspartnern könnte Rating-Agenturen eine Rolle zukommen“ brachte er die zur Wiederaufnahme der Diskussion um Hedge-Fonds nötige Steilvorlage, welche selbst die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zu einer Stellungsnahme mittels Pressemitteilung ermutigte.
Dabei ist im Kern nicht viel passiert. Hedge-Fonds Manager und Gesellschaften beugen sich nach wie vor nicht den aus Sicht der Gesetzgeber nötigen Transparenzkriterien.  Das Argument zur Informationsknappheit: Die durch den Fonds verfolgte Strategie verliert an Performance sobald weitere Markt-Teilnehmer ebenso handeln.
Der Gesetzgeber möchte die Bürger schützen und wüsste auch irgendwie gerne wie Hedge-Fonds handeln und womit. Ob dies in tatsächlicher Besorgnis um den mündigen Bürger geschieht oder eher Aufklärungsansätze in der Frage nach möglichen weiteren Steuereinnahmequellen widerspiegelt sei mal dahingestellt. Letztendlich wird es hier mit Sicherheit der Markt regeln. Wer nicht sagt was drin ist, wird über kurz oder lang Probleme mit der Generierung weiterer Mittelzuflüsse haben und spätestens dann um mehr Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit bemüht sein. Bis dahin gibt es Hedge-Fonds Zertifikate und Dach-Hedge-Fonds nach deutschem Recht, die eine ganze Reihe von Transparenz Kriterien erfüllen müssen.

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