Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte unter der Überschrift „Die besten Hedge-Fonds“ in diesen Tagen eine Hedge-Fonds statistische Auslistung nach Wertentwicklung während der der letzten drei Jahre.
Erstaunlich detailliert finden sich dort Performance Angaben zu nahezu 50 internationalen Hedge-Fonds, erstaunlich wachstumsstark sind nur wenige, erstaunlich konstant allerdings nahezu alle. Sollte das geheimnisvolle Investmentvehikel „Hedge-Fonds“ doch den Verkaufsprospekt-Versprechen gerecht werden können und nicht, wie in Deutschland immer mal wieder zu lesen ist „ein langweiliges und zurückgebliebenes Investment“ darstellen?
Auch wenn es niemand exakt zu beziffern vermag, das Angebot von Hedge-Fonds ist mittlerweile international stark gewachsen. Rund 9.500 Hedge-Fonds gibt es Schätzungen zufolge, innerhalb dieser Fonds soll ein Gesamtvolumen von rund 1,67 Billionen USD (ca. 1,18 Billion Euro) verwaltet werden.
Kein Wunder also, dass Politiker und Regierungen gerne ein bisschen genauer wüssten wie und wo Fondsmanager die ihnen anvertrauten Milliarden Euro investieren. Trotz aller Versuche der deutschen Regierung ist der Erfolg bislang wahrlich bescheiden, was fehlt ist politischer Willen, der in Großbritannien wie auch den USA eher gering ausgeprägt ist solange es um Hedge-Fonds geht.
Jährlich über 40% Wertzuwachs
Trotz aller Geheimnisse scheint es also doch einen Hedge-Fonds Vergleich inklusive Vergangenheitszahlen zu geben. Bester Hedge-Fonds der in der FAZ veröffentlichten Tabelle ist der RAB Special Situations Fund, vor The Children’s Investment Fund, Highland CDO und BTR Global Opportunity. Jeder dieser Hedge-Fonds schaffte in den letzten drei Jahren eine Performance von mehr als +40 Prozent pro Jahr und verfolgte zum Teil sehr unterschiedliche Anlagestrategien (Event-Driven, Equity/Long Bias, Fixed Income).
Im Vergleich zu herkömmlichen Investmentfonds ganz okay, aber nicht wirklich berauschend. Insgesamt 609 (!) Investmentfonds können auf eine ähnliche, teils sogar deutlich bessere Performance über die drei Jahresfrist zurückblicken. Absolute und recht einsame Spitze ist der Baring International (Ireland) – Hong Kong EURO (ISIN IE0004866889) mit +283 Prozent binnen 3 Jahren und 120 Prozent binnen der letzten 12 Monate.
Aber nicht nur Asien Fondsinhaber hatten in den letzten Jahren die Chance auf Kapitalverdoppelung. Auch Südamerika Fonds wie der CA Funds Latin America Equities I (ISIN LU0201576070) konnten selbst die besten Hedge-Fonds outperformen. Mit +247 Prozent binnen drei Jahren und +64 Prozent binnen der letzten 12 Monate schlägt auch hier ein normaler Investmentfonds die besten der Hedge-Fonds.
Etwas anders sieht die Situation allerdings in fallenden Märkten aus. Während Aktienkurse deutlich nachgeben, zeigen sich hier Hedge-Fonds deutlich widerstandsfähiger. Selbst in solch schwachen Börsen Jahren wie es z.B. das Jahr 2002 war werden im Durchschnitt positive Erträge erzielt.
Die Kritik an Hedge-Fonds ist also zumindest aus Sicht der Wertentwicklung nahezu unbegründet, lediglich die oftmals bemängelte Transparenz erscheint nicht nur Regierungen als problematisch. Anleger, die in Deutschland ein Hedge-Fonds Investment anstreben, müssen sich aber auch dazu keine Sorgen machen. Zur Auswahl stehen ausschließlich Hedge-Fonds Zertifikate oder Dachfondskonstrukte. Beide Varianten sind geben den Niedergang einzelnen Single Hedge-Fonds meist gut oder sogar sehr gut abgesichert. Darunter leidet vor allem auch die Performance, was die deutlich unterdurchschnittliche Wertentwicklung der „deutschen“ Hedge-Fonds erklärbar macht.

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