Während Rohstoffpreise in die Tiefe rauschen fallen und Unternehmen durch Finanzierungslücken ins Wanken geraten, zeigt sich eine Anlageklasse völlig unbeeindruckt von der aktuellen Wirtschaftskrise. Die beiden Edelmetalle Gold und Silber weisen seit Monaten einen Aufwärtstrend auf, der für Gold gestern in einem neuen Allzeithoch mündete. Mit 742 Euro je Unze (31,1 g) Gold, erreicht das Metall einen nie gekannten Höchststand, der nach Ansicht verschiedener Marktteilnehmer vor allem dadurch begründet ist, dass immer mehr Anleger durch die Konjunkturprogramme der Regierungen verschreckt werden und auf Sachwerte, sprich Immobilien und Edelmetalle ausweichen. Immobilien, das muss man an dieser Stelle festhalten, eignen sich in Zeiten einer US-Hypotheken Krise nur bedingt als alternative Investition, so dass sich das Anlegerinteresse auf Gold und Silber konzentriert.
Minenproduktion wird zurückgefahren
Als Gründe für den schnellen Anstieg des Goldpreises werden immer wieder zwei wesentliche Marktbegebenheiten genannt – Gold wie auch Silber werden vor allem als Nebenprodukte bei der Gewinnung anderer Rohstoffe gefördert. Durch den rapiden Preisverfall werden zunehmen Minen stillgelegt, so dass das ohnehin nicht grade üppige Angebot neu geförderten Goldes rückläufig ist.
Nachfrage durch Fonds deutlich gestiegen
Weiterhin sind es nicht nur Privatanleger, die sich gegen die Krise mit Gold und Silber eindecken. Vor allem Vermögensverwalter und Fonds investieren verstärkt in die physischen Edelmetalle um dem eigenen (Depot-)Vermögen mehr Stabilität zu verleihen und treiben dadurch die Kurse auf immer neue Höchststände.
Die Angst vor Inflation und die Rückbesinnung auf Sachwerte lassen auch Fondsgesellschaften und Emissionshäuser nach völlig neuen Lösungswegen suchen. Als Vorankündigung befindet sich beispielsweise mit SOLIT Gold & Silber ein geschlossener Fonds in der Vorbereitung, welcher Anlegern den direkten Erwerb von Gold & Silber nebst Lagerung am Standort Schweiz ermöglicht. Die Nachfrage nach tatsächlichen Werten sollte also ungebrochen bleiben, was nicht nur zu einem weiteren Kursanstieg der Edelmetallnotierungen führen sollten, sondern auch den Notenbank- und Politik-Verantwortlichen zu denken geben sollte. Der Höchststand des Goldpreises ist vor allem auch ein Misstrauensvotum in die internationalen Währungen.

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