Globalisierung. Schlagwort. Unwort. Zauberwort. Unternehmen wie die Deutsche Telekom stellen sich den „Anforderungen der Globalisierung“ und fusionieren. Sie kaufen sich gegenseitig, manchmal auch Ihre vor wenigen Jahren erst an die Börse gebrachten Töchter oder schließen sich zusammen. Fragt der geneigte Aktionär einmal nach warum, so ist die Antwort eigentlich immer: Synergieeffekte.

Betrachtet man die Entwicklung auf dem Balkan oder der ehemaligen UdSSR Staaten, scheint man sich dort anderen Geboten als „Der Globalisierung“ verschrieben zu haben. Statt immer größeren Staaten werden immer mehr Kleinstaaten gegründet. Aktuelles Beispiel – Montenegro entschied am Samstag, 3.6.2006 als letztes der ehemaligen Staaten Jugoslawiens, dass e sich alleine besser leben lässt. Ohne Serbien und mit nur rund 600.000 Einwohnern entsteht hier ein neuer Kleinstaat, der auf Anerkennung des Staatenbundes hoffen darf.

Aus europäischer Sicht war man wenig begeistert von diesem Plan und hatte jahrelang versucht eine Aufspaltung von Serbien-Montenegro zu verhindern, geholfen hat es nichts denn das Volk durfte entscheiden und votierte mit einer 55,5% Mehrheit für ein eigenes, wenn auch kleines Montenegro.

Welche Strategie ist die bessere für die Zukunft? Groß, größer, am unbeweglichsten – oder klein, kleiner, am flexibelsten?

Beantworten kann diese Frage niemand, eines erscheint aber doch logisch: Ein bischen neidisch werden die Wirtschaftskapitäne schon auf die Kleinstaaten blicken dürfen schließlich hat hier das Volk das Ruder in der Hand und nicht die kleine Gruppe des Kapitals. Vielleicht bleibt es so – am Ende gewinnt immer die Freiheit. Aber was heißt das bei einem Multinationalen Konzern?

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