Die Riester Rente als persönliche Altersvorsorge ist immer noch mehrheitlich in der Hand von Versicherungsgesellschaften, der Vorsprung allerdings schrumpft, wie die aktuellen Zahlen des Bundesverbandes Investment und Asset Management (BVI) zeigen. Rund 1,92 Mio. Deutsche haben sich für den Abschluss einer Riester Rente bei einer Fondsgesellschaft entscheiden, alleine im letzten Quartal des Jahres 2007 wurden für die verschiedenen Fonds Riester Renten 300.000 neue Kunden gewonnen.

UniProfiRente und DWS RiesterRente Premium besonders gefragt
Den Löwenanteil teilen sich dabei die beiden Riester-Anbieter Union Investment (UniProfiRente) und DWS (DWS RiesterRente Premium). Das Erstarken des Kundeninteresses beruht nach Ansicht des BVI nicht nur auf einer gezielten Werbung für diese Anlageklasse, sondern vor allem darauf, dass immer mehr Anleger die Vorteile einer langjährigen Investmentfonds Anlage zu schätzen wissen. Der Renditevorteil ist messbar – im konkreten Beispiel hat die Presseabteilung des BVI berechnen lassen, dass ein Fondssparplan, welcher vor 30 Jahren abgeschlossen worden wäre, sofern jeden Monat 50,- Euro Sparleistung erbracht worden sind und das Geld in einen deutschen Aktienfonds investiert wurde zum Stichtag 31. Dezember 2007 einen Gesamtsparertrag von 101.422 Euro erreicht hätte.
Ob sich das Interesse an Riester-Fonds Renten auch in diesem Jahr wieder so deutlich steigern lassen kann ist indes fraglich, anders als bei Versicherungsgesellschaften ist die Begeisterung für Investmentfonds auch immer von der aktuellen Börsensituation abhängig, fallen dort die Notierung, kühlt das Interesse schnell ab. Zu Unrecht, über einen längeren Zeitraum wie bei der Altersvorsorge üblich sind Investmentfonds Versicherungsangeboten hinsichtlich der Rendite zumindest bislang immer deutlich überlegen gewesen.

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