Einmal im Jahr veröffentlicht Citywire das hauseigene Fondsmanager-Rating (Manager Ratio) bei dem die Outperformance des Managers zum Risiko und der Abweichung vom Vergleichsindex, ins Verhältnis gesetzt wird. Citywire kürt demnach denjenigen Fondsmanager zum Sieger, der ebenso erfolgreich wie ausgewogen die Geschicke des eigenen Fonds während der letzten Jahre geführt hat.
Nachdem der Pokal für den besten Fondsmanager im letzten Jahr an den US-Amerikaner Patrick Kelly vergeben wurde, geht er diesmal nach Deutschland an Alexander Kapfer von FIVV (FIVV Finanzinformation & Vermögensverwaltung AG). Kapfer, der mit seinem FIVV-Aktien-Global-Select-UI (ISIN DE0009790865) in diesem Jahr die Nase vorne hatte, zeigt wieder einmal wie stark die Leistung gerade von kleinen Fondsgesellschaften, so genannten Fonds-Boutiquen, tatsächlich einzuschätzen ist.
FIVV-Aktien-Global-Select-UI – klein aber fein mit 17 Mio. Euro Anlagevermögen
Der nur rund 17 Mio. Euro Anlagevermögen umfassende Aktienfonds gehört zu den wenigen, die auch auf 3-Jahres-Basis einen positiven Ertrag erwirtschaftet haben und sich damit gegen die breite Masse der Konkurrenten durchsetzen konnte.
Bereits frühzeitig, d.h. Anfang des Jahres 2007 hatte Kapfer begonnen sich sukzessive aus dem Aktienmarkt zu verabschieden und den Aktienanteil innerhalb des Fondsvermögens nachhaltig auf z.T. bis zu 50% reduziert. Dieser Schritt und die zusätzlich erfolgte Risikoabsicherung ermöglichte es das Fondsvermögen vergleichsweise stabil und das Anlagevermögen gut abgesichert zu halten.
Die Phase, in der alle Titel ohne Sinn und Verstand auf den Markt geworfen werden sieht Kapfer als abgeschlossen. Dennoch bergen die Marktschwankungen nicht nur Chancen, sondern auch Risiken für Anleger, die Baisse als beendet zu erklären wäre demnach viel zu früh. Die Aktie an und für sich bleibe aber auch zukünftig die eine viel versprechende Anlageform, Wirtschafts- und Finanzkrise zum Trotz.

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