Indische Investmentfonds gehören schon einiger Zeit zum festen Bestandteil der meisten Fondsgesellschaften. Auch Indien als Vertriebsgebiet ist aufgrund des stark wachsenden Kundenpotentials ein mittlerweile wettbewerbsintensiver Markt, an dem sich internationalen Fondsgesellschaften platzieren um von steigendem Wohlstand der städtischen Bevölkerungsgruppen zu profitieren.
Angesichts der mittlerweile scheinbar konkreten Überlegungen einen eigenen Fondsvertrieb in Indien zu etablieren, der neben Fidelity Fonds auch Investmentfonds anderer Gesellschaften anbietet, scheint der indische Anleger-Markt in eine neue Marktphase einzutreten in der Unternehmenswachstum auch bedeuten kann aus Provisionserlösen Mehrwert zu erzielen. Ähnlich wie z.B. in Deutschland, wo über Fondsgesellschaften auch zahlreiche Investmentfonds anderer Gesellschaften erworben werden können, könnten auch Inder künftig mit nur einem Wertpapierdepot eine Reihe unterschiedlicher Investmentfonds verschiedener Gesellschaften in nur einem Depot verwalten.
Dass sich Fondsverkauf auch fremder Produkte durchaus lohnen kann, ist leicht nachvollziehbar. Zu den üblichen 3 bis 5 Prozent Ausgabeaufschlag, die bei Fondserwerb durch den Anleger zu bezahlen sind, erzielen die Depotbanken weitere laufende Einnahmen aus einem kleinen Anteil der ohnehin im Fonds enthaltenen Managementgebühr.
Dieses Vertriebsgeschäft, wie es in Deutschland von Fondsvermittlern, wie z.B. Fondsvermittlung24.de vorgenommen wird, unterscheidet sich in dieser frühen Phase allerdings noch deutlich von dem hiesigen Vertriebsmodell der Fondsvermittler. 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag, wird in Indien sobald niemand bei Fondserwerb realisieren können, unabhängig davon ob ein Fonds bei der ausgebenden Fondsgesellschaft, einer anderen oder einer Bank erwirbt. Bis dieser Grad der Marktreife – oder auch des Wettbewerbs erreicht ist, werden noch einige Jahre ins Land gehen.

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