Was Sie über ETF-Anlagen wissen sollten

ETF Dice PictureDas beliebte Trendprodukt ETF (Exchange Traded Fund) ist in aller Munde. Die Hauptargumente vieler Branchengrößen und Banken für einen ETF wie: „Ein ETF ist günstiger als ein aktiv gemanagter Fonds„, „er bildet den Index 1:1 nach“ oder „der Index schlägt auf lange Sicht jeden Fondsmanager„, klingen zugegebenermaßen auch einleuchtend und verlockend. Ein Blick auf die erfolgreichen Charts der Produkte bestätigt dies zweifelsohne. Doch jede Strategie ist nur so gut wie das Umfeld in dem sie zum Einsatz kommt. Was plausibel klingt und von allen Seiten beworben wird ist noch lange keine Allzweckwaffe.

Wir gehen einen Schritt zurück und möchten die genannten Argumente hinterfragen. Wiederholen wir also nochmals. Der Anleger spart sich die Kosten für das Fondsmanagement, da es nicht existiert, und ein ETF bildet die Märkte 1:1 nach. Wir betrachten also den aktuellen Markt und die Tätigkeiten eines Fondsmanagements und fragen.

Wie sieht der Markt aktuell aus?
Momentan löst ein Allzeithoch das Nächste ab. An der Wall Street ist der DOW-JONES kürzlich erstmals über die Marke von 23.000 Punkten gesprungen. Er markierte zu dieser Zeit den siebten Handelstag in Folge mit Rekordhoch. Der DAX und NIKKEI befinden sich ebenfalls auf einem Allzeithoch. Geht man als Anleger nun davon aus, dass dieses Marktklima die kommenden Jahre weiterhin so besteht und die weltweiten Märkte diesen Trend weiterhin so beibehalten werden, so darf man mit den Erfolgsquoten aus den Verkaufsprospekten kalkulieren. Bei einer weltweiten Marktentwicklung ohne große Krisen in den letzen Jahren, sollte sich jeder Anleger die Frage stellen wie er die kommenden Monate und Jahre realistisch einschätzt. Denn die meisten Anleger werden aus der Historie ableiten, dass nach den Allzeithochs oftmals die Krisen folgten. Ein nochmaliger Anstieg der Kurse über diese Dauer und Höhe scheint zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlicher als ein bevorstehender Bärenmarkt. So sagte Peter Cardillo, Marktökonom des Brokerhauses First Standard Financial gegenüber dem Handelsblatt jüngst: „Der Markt ist technisch gesehen erschöpft.“

Was macht das Fondsmanagement?
In einem erfolgreichen Marktumfeld ist es leichter Gewinne zu erzielen, somit empfinden Anleger die damit verknüpften Aufgaben des Fondmanagements in langen Aufwärtstrends gerne als trivial. Die damit einhergehenden Gebühren ebenso. In schlechten Zeiten zeigt sich allerdings umso mehr was ein gutes Fondsmanagement ausmacht. Krisenstrategien stehen bereit und wirken aktiv dem Wertverlust des Fonds entgegen. Aussichtslose Titel werden aufgegeben und die bestehenden Werte werden in vielversprechendere oder krisensichere Anlagen umgeschichtet. Der Fonds wird vom Fondsmanagement in kürzester Zeit im Rahmen der Möglichkeiten auf ein Verlustminimum optimiert.

Geht man nun also davon aus, dass die zu erwartenden Marktentwicklungen den Positivtrend der vergangenen Jahre nicht weiterführen werden, so sollte man sich überlegen ob man bereit ist das Risiko einzugehen und in ein ETF-Produkt zu investieren. Denn dieses besitzt kein Fondsmanagement und macht in der oben genannten Situation genau das was es soll, es bildet den Markt 1:1 ab. Je nach ETF/Index kann dies den freien Fall bedeuten. Bei einem Einstieg in einen ETF am Allzeithoch kann dieser Fall sehr tief sein und es kann somit eine lange Zeit dauern bis der entstandene Verlust wieder ausgeglichen wurde.

Ob eine Auswahl in ETFs oder offenen Investmentfonds, die Renditen können auch durch geringe Depotkosten optimiert werden, zu finden unter www.fondsvermittlung24.de

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