Vor einigen Tagen rätselten wir an dieser Stelle, was einen Anleger dazu bewegen könnte über die Börse an der Erstzeichnung eines Fonds teilzuhaben. Ausgabeaufschlag kann man auch ohne die Börse sparen, Daten zu Wertentwicklung und über die Qualifikation des Fondsmanagement sind auch eher rudimentär vorhanden. Dennoch haben sich Anleger gefunden, die die Idee der Deutschen Börse und der Fondsgesellschaft First Private als gut empfanden und zugegriffen haben.
Rund 700.000 Euro Anlegergelder sollen auf diesem Weg in den neuen First Private Aktienfonds „Aktien Global“ geflossen sein. Oliver Fischer, Direktor im Hause First Private äußerte sich zufrieden über diese Größe gegenüber dem Handelblatt sagte er „Wir liegen damit über unseren Erwartungen und können uns gut vorstellen, dass noch einmal zu machen“.
Wie viele Investoren hinter dieser Summe stehen ist allerdings nicht bekannt, auch ist es fraglich, ob eine Wiederholung dieser Aktion mit einer ähnlichen Aufmerksamkeit seitens der Öffentlichkeit rechnen kann – und zuletzt sind 700.000 Euro auch nicht wirklich ausreichend um einen Aktienfonds erfolgreich und unabhängig zu halten. Auch wenn die Verantwortlichen auf Seiten der Börse und First Private einer nochmaligen Fonds-Einführung positiv gegenüber stehen ist es aufgrund der zu wenigen Vorteile, welche Anlegern daraus erwachsen doch fraglich ob sich hieraus ein Automatismus entwickeln kann.
Trotzdem: Neue Ideen müssen ausprobiert werden, warum sollten sich alte Institutionen wie die Deutsche Börse nicht auch einmal für ein Projekt mit ungewissem Ausgang begeistern können. Vor allem dann, wenn es quasi keine Kosten mit einem möglichen großen Nutzen verbindet.

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