Dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden geschlossene Fonds Anbietern MPC und HCI nicht nur theoretisch sinnvoll, sondern auch praktisch erfolgversprechend ist hat sich bereits in der Vergangenheit angedeutet. Das Übernahme Angebot von MPC an die Anteilseigner von HCI kommt dennoch überraschend. Wie heute bekannt gegeben wurde sollen Aktionäre ein Angebot in Form einer Barauszahlung des Mindestpreises von 14,22 Euro je Aktie erhalten.
Die bisherigen Anteilseigner von HCI stehen dem Angebot differenziert gegenüber, während MPC mit der Corsair III Investments S.à.r.l. bereits eine Einigung über die Übernahme von 20 Prozent der HCI Anteile getroffen hat, wird die mit 10,69 Prozent an HCI beteiligte Peter Döhle Schiffahrts-KG ihre Anteile nicht zum Verkauf stellen. Man sei an einer langfristigen Zusammenarbeit mit HCI interessiert und plane deshalb keine Veräußerung der eigenen Anteile.
Mit der Übernahme würde in dem Sektor geschlossene Fonds eine Konsolidierung auf hohem Niveau eingeleitet. Beide Unternehmen gemeinsam emittierten in den letzten Jahren über 700 geschlossene Fonds, gewannen dabei rund 260.000 Kunden und sammelten bislang etwa 30 Mrd. Euro Investitionskapital ein.
Angesichts der Vielzahl kleiner geschlossene Fonds Initiatoren werden sich zukünftig vermutlich weitere Unternehmen zu einer gemeinsamen Zukunft entschließen müssen, wollen sie in diesem Geschäftsfeld dauerhaft eine Rolle spielen.

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