Immer häufiger liest man in den letzten Monaten von digitalen Währungen und Begriffen wie „Bitcoin“ und „Kryptowährung“. Das Thema wird sehr kontrovers diskutiert, so ist die Währung in manchen Ländern bereits als offizielles Zahlungsmittel anerkannt worden und in manch anderen Ländern ist der Handel damit verboten. Die Expertenmeinungen zu diesem Thema gehen ebenfalls stark auseinander, zu jeder Lobhymne erscheint zeitgleich eine Warnung, so scheint es. Was verbirgt sich also hinter diesem Thema? Wir haben uns für Sie einmal die grundlegenden Fragen gestellt.

Photo of a BitcoinDigitale Währung, was ist das überhaupt?
Im Jahr 2008 wurde von einem oder mehreren unbekannten Personen unter dem Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ ein Whitepaper mit dem Gedanken eine globale Digitalwährung zu erschaffen veröffentlicht. Die dabei zum Einsatz kommende Technologie namens „Blockchain“ baut auf dem von Nick Szabo im Jahre 1998 vorgestellten „Bit gold“ Konzept auf. Die darin zum Einsatz kommende Blockchain-Technik garantiert mit ihrem dezentralen Aufbau die Betrugssicherheit und globale Verfügbarkeit einer Währung. Das Eingreifen einer 3.Partei wie bspw. einer Zentralbank oder einer Regierung ist damit nichtmehr nötig. Die Blockchain ist ein sich selbst verwaltender lückenloser Zahlencode! Weltweite Transaktionen werden dabei in Echtzeit ermöglicht, sind gebührenfrei, betrugssicher und anonym, ein Bankkonto wird ebenfalls nicht benötigt. Die benötigte Rechenleistung für diese Infrastruktur erfolgt aus jedem am Netzwerk teilnehmenden Computer. Was als revolutionärer Gedanke begann, nahm schnell an Fahrt auf, nur kurze Zeit später wurde die erste Transaktion mit der „Bitcoin“ genannten Währung mittels Blockchain Technologie durchgeführt.

Und weshalb wird darin investiert?
Heute – keine 10 Jahre später, erlebt diese Idee einen spektakulären Höhepunkt nach dem Nächsten! Inzwischen ist eine globale Branche, mit einer Marktkapitalisierung von rund 500 Milliarden US-Dollar und fast 1.000 verschiedenen Währungen, mit vielen verschiedenen Eigenschaften entstanden. In vielen Ländern, allem voran der Schweiz, haben Banken und Regierungen begonnen Regularien zu erschaffen um den Handel mit den neuen digitalen Vermögensgegenständen öffentlich greifbar zu machen. Die sehr volatilen Währungen unterliegen oftmals Schwankungen von mehreren hundert Prozentpunkten! Da der Markt noch sehr überschauber ist, sind zudem die auf die Kursentwicklung einwirkenden Ereignisse überschaubarer als am konventionellen globalen Finanzmarkt. Die Gesamtanzahl aller Bitcoins ist limitiert. Sollten künftig alle Bitcoins abverkauft sein wird mit einem noch stärkeren Preisanstieg gerechnet.

Wie kauft man Bitcoin in Deutschland?
Der Bitcoin (BTC) ist inzwischen nur noch eine von hunderten verschiedenen Kryptowährungen. Da er die erste Kryptowährung war, ist seine Akzeptanz am höchsten und sein Name am prominentesten. Dementsprechend ist auch die Nachfrage und das Angebot an Wechselstellen für Bitcoin hoch. Es gibt mehrere Wege um an Bitcoin zu gelangen. In Berlin und Bonn hat man bereits die Möglichkeit Euro (€) gegen Bitcoin (BTC) an einem Geldautomaten zu tauschen. Ebenfalls kann man eine der zahlreichen Online-Wechselstuben verwenden, hierbei empfiehlt sich auf die Seriösität der jeweiligen Seite zu achten.

Zur Jahreswende 2017/2018 werden mehrere konventionelle Finanzprodukte, wie beispielsweise einzelne Fonds, das Thema aufgreifen. Die Produkte sind dann über die einschlägig bekannten und herkömmlichen Vertriebswege handelbar. Somit entfällt eine riskante und komplizierte Beschaffung der digitalen Währungen auf unbekannten Webseiten und Portalen im Internet.