Düsseldorf – Ja ist denn schon Weihnachten, fragt man sich unter Initiatoren geschlossener Fonds. „Das steuerorientierte Jahresendgeschäft 2006 findet bereits im Juli statt“, freut sich Ulrich Silberberger, Chef der Vertriebsplattform Vendura. Überraschend ist die Bescherung aber nicht nur aus saisonalen Gründen. Mit dem Paragraph 15 b Einkommensteuergesetz glaubte der Gesetzgeber den Verlustzuweisungsmodellen endgültig einen Riegel vorgeschoben zu haben. Aber wie Phönix aus der Asche sind sie wieder auferstanden. Global Fortune IV, ExtraVest und Co. stellen Verluste von mehr als 250 Prozent in Aussicht. Manche Anleger fühlen sich schon an die Hochzeiten des Steuersparens erinnert, als steuerliche Verluste von mehr als 300 Prozent möglich waren.
Und so funktioniert das Ganze: Der Anleger beteiligt sich zum Beispiel mit 10 000 Euro an einer Kommanditgesellschaft, die auf diese Beteiligung mehr als das 30fache als Kredit (also über 300 000 Euro) aufnimmt. Aus Damnum (die Differenz zischen dem Nominalbetrag des Darlehens und dem Auszahlungsbetrag) und der anfänglichen Zinszahlung für den Kredit ergibt sich eine Verlustzuweisung von etwas über 250 Prozent. Das Bankdarlehen wird in nicht börsennotierte Anleihen investiert. Die Zinsen aus der Anleihe werden für den Zinsendienst des Kredits verwandt. Am Ende der Laufzeit steht der Erlös aus dem Verkauf der Anleihen für die Rückzahlung des Kredits zur Verfügung. Zusätzlich kann ein Bonuszins bezahlt werden, wenn der Index – Aktienkorb oder Dach-Hedge-Fonds – an den die Anleihen gekoppelt sind, eine bestimmte Performance erreicht hat. Ansonsten gibt es nur das anfänglich investierte Geld zurück, das versteuert werden muß.
„In diesem schlechtesten Fall handelt es sich um ein reines Steuerverschiebungsmodell“, erläutert Analyst Stefan Loipfinger, Herausgeber des Fondstelegramms. Es rechne sich nur für Anleger mit höchster Steuerbelastung, denn die können praktisch den gesamten Einsatz aus Steuerersparnis finanzieren. Die Gebühren, mit denen der Anleger belastet wird, sind allerdings sehr intransparent. „Doch das dürfte die meisten Anleger nicht stören, da das Investment voll aus ersparter Steuer finanziert wird“, meint Loipfinger. Kein Wunder also, daß das Interesse riesig … Artikel lesen 

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