Aus Sicht der montäglichen Börsen klingt es wie die Meldung des Tages: Macquarie kauft Techem! Der Aufschlag für die Übernahmen scheint gerechtfertigt, rund 19% Kurszuwachs könnten Anleger erzielen, wenn Sie zu dem von Macquarie gebotenen Kaufpreis ihre Anteile veräußern würden.
Die Frage die sich allerdings viele Marktteilnehmer stellen: Welches Ziel verfolgt Macquarie mit dieser Techem Übernahme?
Nach Aussagen der Bank soll Techem ein Baustein für die angestrebte Osterweiterung des Geschäftsmodells werden. Eine Aussage, die komisch klingt, kommt Sie doch aus dem Haus einer Bank, die einen Energie Dienstleister für über 1 Mrd. Euro übernehmen möchte. Auch sollen keine Restrukturierungsmaßnahmen anstehen die dazu beitragen würden Techem zu verschlanken und über einen höheren Verkaufspreis die Kosten der Übernahme zu refinanzieren (inklusive eines kleinen Aufschlags für die entstandene Mühe).
Wirft man einen Blick auf die in Deutschland von Macquarie angebotenen Produkte, könnte die Absicht vielleicht doch etwas an der Aussage des Unternehmens zu tun haben. Macquarie at sich in den letzten Monaten vor allem auf dem Geschäftsfeld Infrastruktur und Infrastrukturfonds einen Platz erkämpft. So gesehen würde Techem als Energie Dienstleister tatsächlich in das Beuteschema der Bank passen. Planbare Einkünfte, überschaubares Marktumfeld, bewährte Technik bieten eine Basis für eine Geschäftserweiterung gen’ Osten.
Bislang ist die Zustimmung des Techem Managements zu dieser Übernahme noch offen, auch im Falle einer Weigerung ist aber davon auszugehen, dass hier über den Hebel der Preisanhebung je Anteilsschein eine Übernahme möglich ist.
Vielleicht ist Techem tatsächlich eine dieser unentdeckten Schätze der deutschen Wirtschaft, die eines Blicks von Down Under bedürfen um als entwicklungsfähiges Kleinod entdeckt zu werden.

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