Wir sterben aus! Nein, keine Sorge ganz so schlimm ist es bei weitem noch nicht. Dennoch sind die Zahlen, die das Statistische Bundesamt in Wiesbaden im Rahmen einer Bevölkerungsvorausberechnung veröffentlichte aus gesellschaftlicher Sicht alarmierend.

Wie der Präsident des Statistischen Bundesamtes erklärte, werden im Jahr 2060 – sofern sich keine gravierenden Änderungen der Geburtenrate ergeben – ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein und entsprechend nicht mehr dem aktiven Erwerbsleben zur Verfügung stehen. Der Anteil der Hochbetagten, so nennt man jene Mitbürger/Innen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, wir sogar auf über 14 Prozent steigen, was nicht nur der gesetzlichen Rentenversicherung Kopfzerbrechen bezüglich der Finanzierbarkeit bescheren wird.

Deutschland im Jahr 2060 – Nur noch 65 Mio. Bürger

Anstelle der derzeit 82 Mio. Bürger, wird Deutschland im Jahr 2060 dann nur noch etwa 65 bis 70 Mio. Einwohner haben. Ein Trend, der nach derzeitiger Annahme weder durch Zuzug noch durch verstärkte Familienförderung umgekehrt werden kann. Die Kinderzahl der Elterngeneration von derzeit 1,4 Kindern ist einfach deutlich zu gering um die Bevölkerungsstärke des Landes konstant zu halten. Allerdings, so schränken die Verantwortlichen es Statistischen Bundesamtes ein, ist diese Bevölkerungsvorausberechnung nur eine Modellberechnung, d.h. die hier getroffenen Annahmen können so eintreten, müssen das aber nicht. Wie im Rückblick auf die letzten 50 Jahre europäischer und Deutscher Geschichte festgestellt werden kann, können sich in einem solchen Zeitraum viele Veränderungen für Gesellschaft, Staat und individuelle Denkweisen ergeben.

Ob Trend oder nicht, die latent herrschende Angst vor Altersarmut ist angesichts eines solchen Szenarios absolut nachvollziehbar. Zu erwarten ist also, dass die staatlich geförderte Altersvorsorge (Riester-Rente, Basis-Rente) in den nächsten Jahren noch mehr Nachfrage als bereits jetzt schon erfahren wird.

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